Inhalt

Vernetzung

Um Kontakte zu neuen Talenten unkompliziert aufzubauen und mögliche Berührungsängste zu vermeiden, kann es sinnvoll sein, sich mit erfahrenen Organisationen auszutauschen und langfristig zu vernetzen.

Schul- und Hochschulkooperationen sind als Verfahren des Personalmarketings sehr gut etabliert. Viele Unternehmen sind dadurch erfolgreich bei der Besetzung von Ausbildungsstellen und Traineeprogramm-Stellen. Auch junge Menschen mit Förderbedarf bekommen in Schulpraktika die Chance, sich zu beweisen und zu testen, ob der Beruf der richtige ist. In Berufsschulen, Universitäten und Fachhochschulen stehen Menschen mit Behinderungen zudem oft Beratungsstellen zur Verfügung (z. B. Studierendenwerke), die sich für den gleichberechtigten Zugang zu Bildung einsetzen und Betroffenen unterstützend zur Seite stehen.

Berufsförderungswerke, Förderschulen und Inklusionsschulen, Berufsbildungswerke, Berufliche Trainingszentren, Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten unmittelbar mit Fachkräften zusammen, die möglicherweise auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine Beschäftigung suchen. 

Eine sehr beliebte und kostengünstige Form der Rekrutierung ist inzwischen das Netzwerk der eigenen Beschäftigten. Auf informellerem Weg können Freunde, Verwandte und Bekannte der bestehenden Belegschaft angesprochen werden. Die Mitarbeitenden können in Sportvereinen, Selbsthilfegruppen oder in der Nachbarschaft Kontakt zu Menschen mit Behinderungen haben, die sich als geeignete Fachkräfte herausstellen könnten. Solche Empfehlungsprogramme sind nicht nur kostengünstig, sondern meistens auch erfolgversprechend. Inzwischen gibt es verschiedene Software-Tools, die diese Form der Rekrutierung digital einfach machen, Beispiel Talentry, eine automatisierte Talent-Plattform.

Bei solchen Austauschtreffen können sich Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber über die berufliche Teilhabe informieren oder auch auf das eigene betriebliche Engagement zur Inklusion sowie Praktikumsmöglichkeiten als niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeit hinweisen. 

Akteurinnen und Akteure, dieser Organisationen haben den direkten Kontakt zu Menschen mit Behinderungen und können Arbeitssuchende und Unternehmen zusammenbringen.

Initiativen des Bundes, der Länder, der Kommunen, der Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern, Initiativen der Wirtschaft wie „Inklusion gelingt“ oder Aktion Mensch bieten ebenfalls umfassende Informationen zum Thema Inklusion und veranstalten Thementage, bei denen sich Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber untereinander austauschen können.