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Digitaler Nebeneffekt von Corona (30.04.2020)

Positiv für Erwerbstätigkeit von Menschen mit Behinderung

Grafik: Erwerbstätige Behinderte und Nichtbehinderte nach Branchen (Mikrozensus 2017)

Die Corona-Pandemie verleiht der Digitalisierung einen großen Schub, was für Menschen mit Behinderung eine Chance sein könnte, künftig besser als bisher im ersten Arbeitsmarkt erwerbstätig zu werden.

Denn schon vor Corona gab ein Drittel der Personalverantwortlichen in einer repräsentativen IW-Befragung 2019 an, dass die Digitalisierung eine große Chance für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung sei.

Laut Mikrozensus 2017 sind Menschen mit einer anerkannten Behinderung heute schon in allen Branchen aktiv, prozentual beinahe gleich intensiv wie die Menschen ohne anerkannte Behinderung.

Die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen lag 2018 (bei allen Arbeitgebern mit mindestens 20 Arbeitsplätzen) bei 4,6 Prozent und die gesetzliche Zielmarke von 5 Prozent war damit also fast erreicht. Aber gerade in kleinen und mittleren Unternehmen ist noch großer Handlungsbedarf. Häufig fehlt es hier an Informationen, wie die Beschäftigung und Ausbildung behinderter Menschen konkret umgesetzt werden kann.

Vielleicht wird die Digitalisierung dazu beitragen, die Beschäftigungslücke auszufüllen und nach der bewältigten Corona-Krise mehr Menschen mit Behinderung eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt bieten.

Mehr Details lesen Sie aktuell im Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft und im IW-Kurzbericht 54/2020 "Fast drei Millionen Behinderte erwerbstätig – Schub für Inklusion durch Digitalisierung".