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Unterstützte Beschäftigung (UB)

Unterstützte Beschäftigung ist ein Angebot für Menschen mit Behinderung mit besonderem Unterstützungsbededarf als Alternative zur Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM).

Zur Zielgruppe zählen

  • Schulabgängerinnen und Schulabgänger aus Förder- oder Sonderschulen mit Behinderung,
  • Erwachsene, die im Laufe ihres (Erwerbs-)Lebens zum Beispiel eine psychische Erkrankung erworben haben, die so schwer ist, dass die Eingliederung in eine WfbM erwogen wird,
  • Beschäftigte aus der WfbM, die auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wechseln wollen.

Individuelle betriebliche Qualifizierung

Mit "Unterstützte Beschäftigung" bezeichnet man die individuelle betriebliche QualifizierungEinarbeitung und Begleitung behinderter Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes. Ziel der Unterstützten Beschäftigung ist ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Für die Unterstützte Beschäftigung gilt Grundsatz: "Erst platzieren, dann qualifizieren".

Ablauf der Unterstützten Beschäftigung

Die Unterstützte Beschäftigung beginnt mit einer individuellen betrieblichen Qualifizierung, für die ein Rehabilitationsträger (in der Regel die Bundesagentur für Arbeit), zuständig ist. Die Qualifizierung findet in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes statt und wird von einem Träger der Unterstützten Beschäftigung durchgeführt, der wiederum von dem Rehabilitationsträger beauftragt wurde. Das kann ein Integrationsfachdienst sein, aber auch ein sonstiger Dritter, beispielsweise ein Job-Coach. Die Qualifizierungsphase dauert in der Regel bis zu 2 Jahre (in Ausnahmefällen bis zu 3 Jahre). In der Zeit der Qualifizierung sind die Teilnehmer sozialversichert.

Ist ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis erreicht, gleichzeitig aber eine weitergehende Unterstützung erforderlich, wird diese in Form der Berufsbegleitung erbracht. Dafür ist in der Regel das Integrationsamt zuständig. Die Dauer dieser Leistung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen des behinderten Menschen. Es gibt grundsätzlich keine zeitliche Beschränkung. Lediglich ein erforderliches intensives Job-Coaching wird in der Regel für längstens 6 Monate erbracht.

Rechtsgrundlagen

(ml) 2016