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Unterstützte Beschäftigung (UB)

Hinter dem Begriff Unterstützte Beschäftigung bzw. supported employment verbirgt sich ein Konzept zur beruflichen Integration, das behinderten Menschen einen Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt und zu einer Beschäftigung in Betrieben außerhalb von Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) eröffnen soll.

Dies erfolgt beispielsweise mittels eines Job Coachings, bei dem ein behinderter Mensch unmittelbar auf einem auf ihn zugeschnittenen Arbeitsplatz solange eingearbeitet und unterstützt wird, bis er seine Arbeitsaufgaben selbstständig erledigen kann.

Wissenschaftliche Forschungsprojekte mit stark lernbehinderten und geistig behinderten und deshalb als werkstattbedürftig eingestuften Menschen haben gezeigt, dass über fünf Jahre nach der ersten Vermittlung noch zwei Drittel der vermittelten Menschen mit Lernschwierigkeiten in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt waren, nachdem sie im Rahmen einer Unterstützten Beschäftigung eine individuelle und betrieblich orientierte Unterstützung erhalten hatten.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat daher unter Mitwirkung der Länder und der Verbände behinderter Menschen ein Konzept für die bundesweite Einführung eines einheitlichen Förderrahmens für Unterstützte Beschäftigung erarbeitet, das mit dem nunmehr verabschiedeten Gesetz umgesetzt werden soll.

Gesetz zur Einführung Unterstützter Beschäftigung

Rechtsgrundlage für die Förderung Unterstützter Beschäftigung ist der neu geschaffene § 38a SGB IX. Zweck der Unterstützten Beschäftigung ist danach, behinderten Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf eine angemessene, geeignete und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu ermöglichen und zu erhalten.

Am 13.11.2008 hat der Bundestag das Gesetz zur Einführung unterstützter Beschäftigung verabschiedet. Nachdem am 19.12.2008 auch der Bundesrat dem Gesetz zugestimmt hat, ist dieses unmittelbar nach seiner Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft getreten.

(ml) 2016