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Unentgeltliche Beförderung

Schwerbehinderte Menschen, deren Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr durch ihre Behinderung erheblich beeinträchtigt ist oder die hilflos oder gehörlos sind, werden unentgeltlich befördert.

Dazu muss der entsprechend gekennzeichnete Schwerbehindertenausweis vorgewiesen werden. Die Regelung gilt für Straßenbahnen, Busse, S-Bahnen und auch für die Eisenbahn (2. Klasse), wenn sie in einen Verkehrsverbund einbezogen ist und mit Verbundfahrschein benutzt werden kann.

Bei der Deutsche Bahn AG und ihren Tochtergesellschaften ist die "Freifahrt" auf die 2. Klasse im Umkreis von 50 km rund um den Wohnsitz und auf Nahverkehrszüge begrenzt. Wer einen zuschlagpflichtigen Zug des Nahverkehrs benutzt, muss den Zuschlag zahlen. Voraussetzung ist, dass der Ausweis mit einer Wertmarke versehen ist und für die Deutsche Bahn AG oder ihre Tochtergesellschaften ein Streckenverzeichnis vorliegt. Die Wertmarke ist gegen einen Betrag von 60 EUR für ein Jahr bzw. 30 EUR für ein halbes Jahr bei den Versorgungsämtern erhältlich.

Blinde und hilflose Menschen sowie bestimmte Gruppen Einkommensschwacher erhalten die für ein Jahr gültige Wertmarke auf Antrag unentgeltlich. Wenn eine ständige Begleitung notwendig ist, fährt die Begleitperson kostenlos. Das gilt auch im Fernverkehr.

(ml) 2016