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Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung ist ein Teil der Sozialversicherung und im SGB VI geregelt. Sie schützt ihre Versicherten hauptsächlich bei Gefährdung oder Erwerbsminderung und im Alter sowie im Todesfall deren Hinterbliebene.

Wer ist in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert?

Arbeitnehmer sind (bis auf wenige Ausnahmen) in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Das gilt auch für Auszubildende, behinderte Menschen in anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM), Wehr- und Zivildienstleistende sowie Helfer im freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr.

Aufgaben der gesetzlichen Rentenversicherung

Die wesentlichen Aufgaben der Rentenversicherung sind nach dem SGB VI:

Träger der gesetzlichen Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung wird von öffentlich-rechtlichen Körperschaften, den Rentenversicherungsträgern, durchgeführt. Die Rentenversicherungsträger sind zugleich Rehabilitationsträger. Die Versicherungsträger haben eine eigene Selbstverwaltung.

Träger der gesetzlichen Rentenversicherung sind seit der Organisationsreform der gesetzlichen Rentenversicherung am 01.10.2005 die Regionalträger, die Deutsche Rentenversicherung Bund und die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Die landwirtschaftlichen Alterskassen sind zuständig für die Rentenversicherung der landwirtschaftlichen Unternehmer und mitarbeitende Familienangehörige.

Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Als Rehabilitationsträger bietet die Rentenversicherung ihren Versicherten Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (siehe oben). Sie bietet also grundsätzlich die gleichen Leistungen zur Rehabilitation an wie die Krankenversicherung, die Unfallversicherung und die Arbeitslosenversicherung. Die Zuständigkeiten zwischen diesen Versicherungszweigen sind getrennt.

Die Rentenversicherung ist immer dann zuständig, wenn die Erwerbsfähigkeit während des Arbeitslebens bedroht ist. Die Rentenversicherung darf nur dann Rehabilitationsleistungen durchführen, wenn dadurch eine Minderung der Erwerbsfähigkeit abgewendet oder bei einer bestehenden Minderung der Erwerbsfähigkeit diese wesentlich gebessert oder sogar wiederhergestellt werden kann.

Ziel der Rehabilitationsleistungen ist die Wiedereingliederung in das Berufsleben nach vorheriger vollständiger oder teilweiser Erwerbsminderung. Auch bei teilweiser Erwerbsminderung ohne Aussicht auf wesentliche Besserung der Erwerbsfähigkeit insgesamt kann die Rentenversicherung Rehabilitationsleistungen anbieten, wenn der Versicherte dadurch am Arbeitsleben teilnehmen kann.

Für die Rehabilitation von Altersrentnern ist die Krankenversicherung zuständig, da diese auch Rehabilitationsleistungen zur Verbesserung des Gesundheitszustandes gewährt, wenn keine Erwerbstätigkeit (mehr) ausgeübt wird. Die Unfallversicherung führt die Rehabilitationsleistungen durch, wenn sie aufgrund von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten erforderlich werden. Die Arbeitslosenversicherung gewährt Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, wenn die Unfallversicherung oder die Rentenversicherung nicht zuständig sind.

(ml) 2016