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Mobilitätshilfen

Mobilitätshilfen sind finanzielle Unterstützungsleistungen (Zuschüsse), die Personen mit Einstellungshemmnissen gezahlt werden können, damit diesen die Aufnahme einer versicherungspflichtigen Arbeit oder Ausbildung möglich ist.

Es besteht allerdings kein Rechtsanspruch auf die Gewährung von Mobilitätshilfen (als vermittlungsunterstützende Leistungen) – ihre Gewährung liegt im Ermessen des zuständigen Rehabilitationsträgers. Ein Antrag auf Mobilitätshilfen sollte immer vor der Aufnahme des Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses beim zuständigen Rehabilitationsträger gestellt werden. Die Gewährung von Mobilitätshilfen ist in der Regel zeitlich befristet.

Einzelne Mobilitätshilfen

  1. Ausrüstungsbeihilfe: Teilkostenübernahme für Arbeitsbekleidung und -geräte, die von dem oder der Versicherten zu beschaffen sind, wenn seitens der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers keine Verpflichtung zur Bereitstellung oder Förderung der jeweiligen Ausrüstungsgegenstände besteht.
  2. Fahrkostenbeihilfe: Finanzieller Ausgleich für den Kostenaufwand der täglichen Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstelle, der erbracht werden kann, wenn dies zur Eingliederung eines arbeitslosen oder behinderten Menschen oder zum Arbeitsplatzerhalt eines behinderten Menschen erforderlich ist und erkennbar ist, dass das angestrebte Rehabilitationsziel in absehbarer Zeit erreicht wird.
  3. Trennungskostenbeihilfe: Die Trennungskostenbeihilfe vermeidet eine wirtschaftliche Schlechterstellung durch Mehrbelastung einer doppelten Haushaltsführung bei Aufnahme einer Beschäftigung an einem anderen Ort – zum Beispiel nach einer erfolgreich durchgeführten Bildungsmaßnahme oder neben einem Eingliederungszuschuss.
  4. Übergangsbeihilfe: Geldleistung zur Sicherstellung des Lebensunterhalts von Rehabilitanden und ihren Familienangehörigen bei Aufnahme einer Beschäftigung (meist nach erfolgreich durchgeführten Bildungsmaßnehmen) bis zur ersten vollen Lohn- und Gehaltszahlung.
  5. Umzugskostenbeihilfe kann unter anderem nach Abschluss oder während einer beruflichen Qualifizierung erbracht werden, wenn der Umzug aufgrund einer auswärtigen Arbeitsaufnahme oder zur Erhaltung eines auswärtigen Arbeitsplatzes erforderlich ist.
  6. Reisekostenbeihilfe ist eine finanzielle Unterstützung für Reisekosten zum Antritt einer neuen Arbeitsstelle an einem anderen Ort als dem bisherigen Wohnort; Beihilfe zu den Reisekosten für die einmalige Fahrt vom bisherigen Wohnort zum neuen Lebensmittelpunkt.

Anspruchsberechtigte

Anspruch auf Mobilitätshilfen haben insbesondere

  1. Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitssuchende bzw. Ausbildungssuchende.
  2. Behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen im Rahmen der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) nach § 33 Absatz 3 Nummer 1 SGB IX.
(ml) 2017