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Lohnkostenzuschuss

Ein Lohnkosten­zuschuss kann sowohl ein Zuschuss zum Arbeits­entgelt an Arbeit­nehmer­innen und Arbeitnehmer als auch an Arbeit­geber­innen und Arbeitgeber sein. Lohnkosten­zuschüsse an Arbeit­geber­innen und Arbeitgeber sollen dazu führen, dass Menschen mit Vermittlungs­hemmnissen Arbeit finden, obwohl ihre Produktivität im Vergleich zum Lohn niedriger ist als bei anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Solche Hemmnisse können beispielsweise Langzeit­arbeits­losigkeit, mangelnde Qualifikation oder hohes Alter sein. Meist sind diese Zuschüsse befristet, da das erhoffte Ziel ist, dass die Produktivität nach einer Ein­arbeitungs­zeit steigt.

Lohn­kosten­zuschüsse müssen durch Steuern oder Sozial­abgaben refinanziert werden. Sie dienen dem Abbau von Arbeits­losigkeit vor allem dann, wenn sie sich über­wiegend auf bestimmte Gruppen beschränken, wie dies beispielsweise beim Ein­gliederungs­zuschuss der Fall ist.

(ml) 2017