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Job-Coaching

Job-Coaching (auch: betriebliches Arbeitstraining) hat zum Ziel, schwerbehinderten Mitarbeiter/innen unmittelbar an ihrem Arbeitsplatz arbeitsrelevante Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, eine gute Arbeitsleistung zu erreichen und somit ihre Beschäftigung zu sichern.

Unterschiedliche Durchführung in den Bundesländern

Job-Coaching kann als Leistung der begleitenden Hilfe im Arbeitsleben bewilligt werden, es wird allerdings nicht als bundesweit einheitliche Leistung angeboten (bislang in Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen). In einigen Ländern, wie in Baden-Württemberg, wird es im Rahmen der Unterstützten Beschäftigung angeboten. Das jeweils zuständige Integrationsamt klärt zunächst den Bedarf und koordiniert die Durchführung. Gemeinsam mit dem Arbeitgeber/der Arbeitgeberin und dem oder der schwerbehinderten Mitarbeiter/in wird der Ablauf des Job-Coachings vereinbart – also Ziele, Beginn und Dauer.

Ablauf des Job-Coachings

Mit dem Job-Coaching werden geschulte Trainer oder Trainerinnen beauftragt, die Kenntnisse über die Auswirkungen von Behinderungen besitzen. Oftmals bringen diese auch berufliche Fachkenntnisse aus ihrem Erstberuf mit.

Ein Job-Coach kommt in der Regel zwei- bis dreimal wöchentlich für ein bis drei Stunden in den Betrieb, berät und betreut den oder die betroffene Arbeitnehmer/in in einem interaktiven, personenzentrierten Prozess. Dabei integrieren sich die Job-Coaches auch selbst in den Betrieb, das heißt, sie arbeiten selbst mit, leiten an, klären auf und unterstützen bei der Kommunikation zwischen Arbeitnehmer/in, Kolleg/inn/en und Arbeitgeber/in.

Auf Grund ihrer Stellung mitten im betrieblichen Geschehen können sie unmittelbar Einfluss nehmen und somit gezielt und praxisnah unterstützen.

(ml) 2017