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Gebärdensprache

Die Gebärdensprache ist die auf Handzeichen beruhende Sprache gehörloser Menschen. Sie ist eng mit der Kultur der Gehörlosengemeinschaft verknüpft und seit dem 1. Mai 2002 als eigenständige Sprache anerkannt. Hör- und sprachbehinderte Menschen (Gehörlose, Ertaubte und Schwerhörige) haben nach § 6 Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) ein Anrecht auf deren Verwendung. Die Gebärdensprache ist von Land zu Land unterschiedlich, das heißt regional und kulturell gefärbt mit eigener Grammatik. In Deutschland wird sie als Deutsche Gebärdensprache (DGS) bezeichnet.

Recht auf Kommunikation in Gebärdensprache

Hörbehinderte bzw. gehörlose Menschen erhalten im Rahmen der Leistungen zur sozialen Teilhabe das Recht, bei der Ausführung von Sozialleistungen (insbesondere auch bei ärztlichen Untersuchungen und Behandlungen) und im Sozialverwaltungsverfahren die Gebärdensprache zu verwenden (vergleiche § 17 SGB I; § 57 SGB IX) und/oder  Gebärdensprachdolmetscher/innen einzusetzen.

(ml) 2017