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Gebärdensprachdolmetscher/in

Gebärdensprachdolmetscher/innen sind Dolmetscher/innen der Gebärdensprachen gehörloser Menschen. Gebärdensprachdolmetscher/innen kommen überall dort zum Einsatz, wo gesprochene Sprache für gehörlose Menschen in Gebärdensprache, bzw. Gebärdensprache für hörende Menschen in Lautsprache übersetzt werden muss, z. B. bei Versammlungen im Betrieb, Besprechungen am Arbeitsplatz, Elternabenden, Aus- und Weiterbildungen, Behörden, der Polizei, vor Gericht, bei Rechtsanwalts-, Notar-, Versicherungs-, Arztterminen, kulturellen oder politischen Veranstaltungen.

Kostenübernahme

Die Kosten für notwendige Gebärdensprachdolmetscher/innen und andere Kommunikationshilfen werden von dem jeweils zuständigen Leistungsträger übernommen. Anspruch auf Leistungen zur Förderung der Verständigung besteht auch für Menschen mit besonders starker Beeinträchtigung der Sprachfähigkeit.

Rechtsgrundlagen zur Regelung von Dolmetscher­einsätzen

Der Einsatz von Dolmetscher/innen im öffentlichen Leben ist in unterschiedlichen Gesetzen geregelt. Die Reihe dieser Gesetze lässt sich grob unterteilen in solche, die speziell die Belange von behinderten Menschen zum Inhalt haben und in diesem Fall den Einsatz und die Bezahlung von Gebärdensprachdolmetscher/innen regeln, und andere, die sich allgemein auf das Heranziehen und Entschädigen von Dolmetscher/inne/n beziehen. Beispiele finden sich im Artikel 3 des Grundgesetzes, § 186 Gerichtsverfassungsgesetz (GVG), in den Sozialgesetzbüchern, dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und in der Kommunikationshilfeverordnung (KHV).

Rechtsgrundlagen

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(ml) 2017