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Gebärdensprachdolmetscher/in

Gebärdensprachdolmetscher/innen sind Dolmetscher/innen der Gebärdensprache für gehörlose Menschen, die nicht von den Lippen ablesen können. Die Kosten für notwendige Gebärdensprachdolmetscher/innen und andere Kommunikationshilfen werden von dem jeweils zuständigen Leistungsträger übernommen. Anspruch auf Leistungen zur Förderung der Verständigung besteht auch für Menschen mit besonders starker Beeinträchtigung der Sprachfähigkeit.

Rechtsgrundlagen zur Regelung von Dolmetscher­einsätzen

Der Einsatz von Dolmetscher/innen im öffentlichen Leben ist in unterschiedlichen Gesetzen geregelt. Die Reihe dieser Gesetze lässt sich grob unterteilen in solche, die speziell die Belange von behinderten Menschen zum Inhalt haben und in diesem Fall den Einsatz und die Bezahlung von Gebärdensprachdolmetscher/innen regeln, und andere, die sich allgemein auf das Heranziehen und Entschädigen von Dolmetscher/nnen beziehen. Beispiele finden sich im Artikel 3 des Grundgesetzes, § 186 Gerichtsverfassungsgesetz (GVG), in den Sozialgesetzbüchern, dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und in der Kommunikationshilfeverordnung (KHV).

(ml) 2017