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Fürsorgestelle

Das SGB IX sieht in seinem 2. Teil, dem Schwerbehindertenrecht, für Menschen mit Behinderungen besondere Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) vor. Im Schwerbehindertenrecht werden unter anderem auch die Aufgaben des Integrationsamtes beschrieben. Ein Teil dieser Aufgaben und Befugnisse können durch die Länder per Zuständigkeitsverordnung den örtlichen Fürsorgestellen übertragen werden.

Aufgaben der örtlichen Fürsorgestellen

Die örtlichen Fürsorgestellen erbringen Hilfen für schwerbehinderte Menschen im Arbeitsleben und für ihre Arbeitgeber/innen. Sie schaffen und sichern Arbeitsplätze, indem sie schwerbehinderte Menschen und ihre Arbeitgeber/innen beraten und finanzielle Hilfen gewähren.

Um Arbeitsbedingungen möglichst behinderungsgerecht zu gestalten, werden unter anderem technische Arbeitshilfen finanziert und behinderungsbedingte Beratung und Betreuung angeboten. Die örtlichen Fürsorgestellen erbringen ihre Leistungen in enger Zusammenarbeit mit dem Integrationsamt.

Angesiedelt sind die örtlichen Fürsorgestellen zumeist dem Sozialamt des Kreises oder der kreisfreien Stadt – aber auch kreisangehörige Gemeinden können örtliche Fürsorgestellen einrichten.

Aufgaben im Rahmen des sozialen Entschädigungsrechts

Die örtlichen Fürsorgestellen sind darüber hinaus beauftragt mit Aufgaben der Hauptfürsorgestellen im Rahmen des sozialen Entschädigungsrechts nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG). Sie sind somit auch Ansprechpartner für Kriegsbeschädigte, Kriegshinterbliebene, Waisen und Opfer nach dem Opferentschädigungsgesetz, Soldatenversorgungsgesetz und Infektionsschutzgesetz (Impfgeschädigte) mit Anspruch auf Leistungen der Kriegsopferfürsorge (Ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt, Erholungshilfen, Kraftfahrzeugbeihilfen, Hilfe zur Pflege, Erziehungsbeihilfe, Altenhilfe).

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(ml) 2017