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Benachteiligungsverbot

Für die Beschäftigten (Arbeitnehmer/innen und Stellenbewerber/innen) wird das grundgesetzlich verankerte Benachteiligungsverbot (Art. 3 Abs. 3 GG) durch die Vorschriften des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und weitere Vorschriften konkretisiert. So dürfen Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen Beschäftigte insbesondere auch nicht aufgrund einer Behinderung benachteiligen (AGG § 7; SGB IX § 81 Abs. 2 S. 1). Bei einem Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot können benachteiligte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen Schadensersatz verlangen (gemäß SGB IX § 81 Abs. 2 i. V. m. AGG § 15).

Neubesetzung einer Stelle

Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die die Neubesetzung einer Stelle planen, sind gesetzlich verpflichtet

  • zu prüfen, ob der freie Arbeitsplatz mit einem schwerbehinderten Menschen besetzt werden kann,
  • frühzeitig mit der Agentur für Arbeit Kontakt aufzunehmen, um geeignete schwerbehinderte Bewerber/innen herauszufinden,
  • die Schwerbehindertenvertretung über die Vermittlungsvorschläge und vorliegende Bewerbungen unmittelbar nach deren Eingang zu unterrichten,
  • alles zu vermeiden, was zu einer Benachteiligung von behinderten Bewerber/inne/n aufgrund der Behinderung führt.
(ml) 2017