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Arbeitsentgelt

Arbeitsentgelt ist die frei verhandelte Gegenleistung, die Arbeitgeber/innen ihren Arbeitnehmer/innen für ihre Arbeitsleistung aufgrund eines Arbeitsvertrages zahlen. Tarifverträge oder gesetzliche Mindestlohnregelungen können eine Mindesthöhe festlegen. In Deutschland wird allgemein zwischen zwei verschiedenen Entgeltformen unterschieden: dem Lohn für Arbeiter/innen und dem Gehalt für Angestellte. Der Gewinn aus einer selbstständigen Tätigkeit wird als Arbeitseinkommen bezeichnet.

Recht auf gleiche Entlohnung

Arbeitnehmer/innen mit Schwerbehinderung müssen genauso entlohnt werden wie alle anderen Arbeitnehmer/innen. Erhalten schwerbehinderte Arbeitnehmer/innen aufgrund einer Behinderung eine Rente oder eine vergleichbare Leistung, so darf diese nicht auf das Arbeitsentgelt angerechnet oder bei der Bemessung des Arbeitsentgeltes berücksichtigt werden (§ 123 SGB IX).

Entgelt bei Arbeitsunfähigkeit

Können schwerbehinderte Arbeitnehmer/innen aus gesundheitlichen Gründen ihre arbeitsvertraglich geschuldete Arbeitsleistung auf Dauer nicht mehr erbringen, so haben sie laut SGB IX keinen Anspruch auf Fortzahlung der Arbeitsvergütung. § 81 Absatz 4 SGB IX verpflichtet jedoch Arbeitgeber/innen, schwerbehinderte Arbeitnehmer/innen so zu fördern, dass sie ihre eingeschränkte Arbeitskraft bei einer entsprechenden Tätigkeit weiterhin einsetzen können. Werden schwerbehinderte Arbeitnehmer/innen vorübergehend arbeitsunfähig, so haben sie Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall bis zum Ende der Arbeitsunfähigkeit (längstens für die Dauer von sechs Wochen).

(ml) 2017