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Ambulante Rehabilitation

Im Sinne einer flexiblen Rehabilitation sieht das SGB IX vor, dass Leistungen unter Berücksichtigung der persönlichen Umstände auch ambulant, teilstationär oder in betrieblicher Form – und gegebenenfalls unter Einbeziehung familienentlastender und -unterstützender Dienste – erbracht werden können.

Vorzug ambulanter Hilfe im Einzelfall

Ambulante Rehabilitationsleistungen sind stationären vorzuziehen, wenn die Leistungsberechtigten einverstanden sind und die erforderliche Hilfe auch auf diese Weise mit der gleichen Wirksamkeit erbracht werden kann. Um dies abzuklären, sind bei der Entscheidung alle Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen.

Ausschlaggebend ist zum einen, dass ein stationärer Aufenthalt nicht immer erforderlich ist, um das angestrebte Rehabilitationsziel zu erreichen. Zum anderen sollen diejenigen, die eine stationäre Betreuung früher kaum oder gar nicht nutzen konnten, ambulante Alternativen finden können.

Finanzielle Absicherung

Die Betroffenen sind auch während der ambulanten Rehabilitation finanziell und sozial abgesichert. Es besteht ein Anspruch auf Übergangsgeld – dies führt dann auch zur Sozialversicherungspflicht mit Beitragszahlung durch die Rehabilitationsträger.

Arbeitnehmer/innen haben gegenüber ihren Arbeitgeber/innen für den Zeitraum von sechs Wochen einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung, wenn sie aufgrund ihrer Rehabilitation an ihrer Arbeit verhindert sind, unabhängig davon, ob die Leistung stationär oder ambulant erbracht wird.

(ml) 2017