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Angaben zum Praxisbeispiel

Deutsche Post DHL Group - Betriebliches Arbeitstraining zur beruflichen Inklusion eines Mitarbeiters mit einer psychischen Erkrankung

Arbeitgeber:

Deutsche Post DHL Group ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Logistik und Briefkommunikation. Die Gruppe konzentriert sich darauf, in ihren Kerngeschäftsfeldern weltweit die erste Wahl für Kundschaft, Beschäftigte und Investierende zu sein. Sie verbindet Menschen, ermöglicht den globalen Handel und leistet mit verantwortungsvollem unternehmerischen Handeln, gezielten Umweltschutzmaßnahmen und Corporate Citizenship einen positiven Beitrag für die Welt.
Deutsche Post DHL Group vereint zwei starke Marken: Deutsche Post ist Europas führender Postdienstleister, während DHL in den weltweiten Wachstumsmärkten ein umfangreiches Serviceportfolio in den Bereichen internationaler Expressversand, Frachttransport, E-Commerce und Supply-Chain-Management repräsentiert.
Deutsche Post DHL Group beschäftigt mehr als 500.000 Personen in über 220 Ländern und Territorien weltweit.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine psychische Erkrankung mit Angstzuständen, die sich beispielsweise durch veränderte sowie neue Situationen ergeben und zu einer eingeschränkten Aufnahme- und Kombinationsfähigkeit führen. Bedingt durch die Angstzustände kam es am Arbeitsplatz zu Problemen. Der Mann sollte deshalb behinderungsbedingt für klar strukturierte Tätigkeiten eingesetzt werden.
Sein GdB (Grad der Behinderung) beträgt 50 und der Schwerbehindertenausweis enthält das Merkzeichen G.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann arbeitete als Hausmeister auf dem Gelände der Niederlassung BRIEF Herford. Als Hausmeister gehörten überwiegend Reinigungstätigkeiten zu seinen Aufgaben. Sein Arbeitsplatz war, aufgrund seiner behinderungsbedingt stark nachlassenden Arbeitsleistung und Maßnahmen der Reorganisation, in Gefahr.

Betriebliches Arbeitstraining:

Für den Hausmeister musste ein anderer Arbeitsplatz im Briefzentrum gefunden werden, um eine Weiterbeschäftigung zu ermöglichen. Die dort üblichen Sortierarbeiten sind mit bestimmten Anforderungen (psychisch und physisch) verbunden, d.h. diese Arbeiten erfordern bestimmte Fähigkeiten von den dort Beschäftigten. Um zu klären, ob der Mitarbeiter für solche Arbeiten eingesetzt werden kann, wurde ein Job-Coach bzw. Arbeitstrainer über den Integrationsfachdienst eingeschaltet. Am Anfang wurde zwischen den Beteiligten (Mitarbeiter, Arbeitgeber, Schwerbehindertenvertretung und Arbeitstrainer) das Ziel festgelegt, den Mitarbeiter weiter als Sortierer zu beschäftigen. So konnte auch der speziell und länger geäußerte Wunsch des Mitarbeiters berücksichtigt werden, wie die anderen Kolleginnen und Kollegen, direkt mit den Sendungen im normalen Betriebsablauf zu arbeiten. Im Anschluss daran machte sich der Arbeitstrainer vor Ort ein genaueres Bild über die Arbeitsanforderungen und -bedingungen. So wurde es möglich ein Betriebliches Arbeitstraining zu entwickeln, um den Mitarbeiter mit der für ihn neuen und verantwortungsvollen Tätigkeit, dem Sortieren der von den Rollenbahnen ankommenden Sendungen nach Postleitzahlen im Bereich der Auslieferung für die Zustellstützpunkte, vertraut zu machen und ihm gleichzeitig die dabei auftretenden Ängste zu nehmen. Die schrittweise Einarbeitung und Qualifizierung durch den Arbeitstrainer dauerte im Falle des Mitarbeiters sechs Monate (üblich sind drei bis sechs Monate bei 40 bis 80 Trainingsstunden) und konzentrierte sich im Wesentlichen darauf, dem Mitarbeiter die strukturierten Arbeitsabläufe zu vermitteln und die auftretenden Ängste zu nehmen. Heute ist der Sortierer in die Abläufe sowie im Team integriert und arbeitet selbständig an seinem Arbeitsplatz im Briefzentrum. Sollten Probleme auftauchen, kann jederzeit wieder der Integrationsfachdienst eingeschaltet werden.
Die Durchführung des Arbeitstrainings war sehr erfolgreich und das Ergebnis ist für alle Beteiligten sehr zufriedenstellend.

Förderung und Mitwirkung:

Die Betreuung durch den Integrationsfachdienst bzw. das Betriebliche Arbeitstraining wurde zu 100 Prozent vom zuständigen Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert. Der Kontakt zum Integrations- bzw. Inklusionsamt und Integrationsfachdienst erfolgte über den Inklusionsbeauftragten des Arbeitgebers und die Schwerbehindertenvertretung der Niederlassung, die eng bei der Umsetzung der Maßnahme zusammenarbeiteten.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- bzw. Inklusionsämter und Integrationsfachdienste.



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Referenznummer:

R/PB5439



Informationsstand: 25.03.2019