Inhalt

in Praxisbeispielen blättern

  • Beispiel

Angaben zum Praxisbeispiel

Neueinstellung und Arbeitsplatzgestaltung für einen Mitarbeiter mit psychischer Erkrankung in einer Tischlerei

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Tischlerei mit fünf Beschäftigten, die im Innenausbau sowie Ladenbau tätig ist und antike Möbel restauriert.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine psychische Erkrankung. Er ist nur eingeschränkt für Tätigkeiten einsetzbar, die häufig wechseln und unter hohem Zeit- bzw. Leistungsdruck ausgeführt werden müssen. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 50.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist gelernter Gärtner und war bis vor seiner Einstellung auf Teilzeitbasis als Tischlerhelfer beim Arbeitgeber arbeitslos. Die Vermittlung des Arbeitsplatzes erfolgte über einen Integrationsfachdienst, der auch die Einarbeitung am Arbeitsplatz übernahm und dem Arbeitgeber zusätzlich beratend zur Verfügung stand.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Tischlerhelfer wird in der Tischlerei bzw. Werkstatt für vorbereitende Tätigkeiten (das Sägen, die Vormontage usw.) eingesetzt. Die Arbeitsaufgaben sind gut strukturiert, so dass es zu keiner erhöhten psychischen Belastung für den Tischlerhelfer kommt. Da aber nicht genügend klar strukturierte Arbeiten vorhanden sind, kommt es zu Phasen in denen der Tischlerhelfer keine Arbeit bzw. Leerlauf hat. Aus diesem Grund möchte der Betriebsinhaber eine besonders bedienungsfreundliche halbautomatische Kantenanleimmaschine anschaffen, um den Tischlerhelfer voll und wirtschaftlich einsetzen zu können. Für die zu erstellenden Möbelteile fallen in großem Umfang Kantenanleimarbeiten an, so dass der Tischlerhelfer mit diesen Arbeiten ausgelastet werden kann. Zurzeit werden diese Arbeiten von den Fachkräften mit Werkzeugen in handwerklicher Arbeit ausgeführt. Aufgrund der fehlenden beruflichen Qualifikation kann der Tischlerhelfer Tätigkeiten dieser Art nur durch den Einsatz der halbautomatischen Kantenanleimmaschine verrichten.

Förderung und Mitwirkung:

Dem Arbeitgeber wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt ein Zuschuss in Höhe von 60 Prozent der entstehenden Kosten für den neu geschaffenen Arbeitsplatz an der Kantenanleimmaschine gewährt. Die Wiedereingliederung des Mannes mit Schwerbehinderung in das Arbeitsleben wurde von der zuständigen Arbeitsagentur durch einen Eingliederungszuschuss als Lohnkostenzuschuss gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nr. der Arbeitsagenturen und Integrations- bzw. Inklusionsämter.



Schlagworte und weitere Informationen

  • Arbeitgeber /
  • Arbeitnehmer /
  • Arbeitsagentur /
  • Arbeitsaufgabe /
  • Arbeitslosigkeit /
  • Arbeitsmittel /
  • Arbeitsorganisation /
  • Arbeitsplatzgestaltung /
  • Arbeitszeit /
  • Arbeitszeit /
  • Automat /
  • Automatisierung /
  • Belastbarkeit /
  • berufliche Rehabilitation /
  • Betreuung /
  • Eingliederungszuschuss /
  • Erwerbstätigkeit /
  • Handwerk /
  • Hilfsmittel /
  • Holztechnik /
  • Holzverarbeitung /
  • Integrationsamt /
  • Integrationsfachdienst /
  • Kantenleimmaschine /
  • KMU /
  • Leistungsdruck /
  • Lohnkostenzuschuss /
  • Maschine /
  • Maschinenarbeit /
  • Maschinenbediener /
  • Maschinenbedienung /
  • Neueinstellung /
  • Organisation /
  • Psyche /
  • psychische Belastbarkeit /
  • psychische Erkrankung /
  • psychosoziale Betreuung /
  • Schreinerei /
  • Stress /
  • technische Beratung /
  • Teilhabe /
  • Teilhabe am Arbeitsleben /
  • Teilzeitarbeit /
  • Tischlerhelfer

  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Ausdauer (psychisch) /
  • IMBA - Umstellung /
  • IMBA - Verantwortung /
  • MELBA - Ausdauer (psychisch) /
  • MELBA - Umstellung /
  • MELBA - Verantwortung


Referenznummer:

R/PB4674



Informationsstand: 19.02.2019