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Angaben zum Praxisbeispiel

Arbeitsplatzgestaltung für einen neu eingestellten Hausmeister mit einer psychischen Erkrankung in einem Unternehmen der Freizeitgestaltung

Arbeitgeber:

Das Unternehmen betreibt mit seinen 13 Beschäftigten eine Indoor-Gokartbahn mit einem Bistro. Für die Fahrten auf der ca. 600 m langen Strecke stehen 20 Gokarts zur Verfügung.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine psychische Erkrankung. Er ist nur eingeschränkt für Tätigkeiten einsetzbar, deren Arbeitsabläufe sich häufig ändern. Er sollte deshalb für klar strukturierte und sich wiederholende Tätigkeiten eingesetzt werden, um Überforderungssituationen und damit Angstzustände zu vermeiden. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 70.

Beruf:

Der Mann war zwei Jahre arbeitslos bis er vom Arbeitgeber neu als Hausmeister eingestellt wurde.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Hausmeister wird für die Pflege der umfangreichen Außenanlage (Grün- und Parkflächen), das Säubern und Waschen der Gokarts sowie für die Bahnpflege eingesetzt.
Seine Aufgaben sind gut strukturiert und wiederholen sich, so dass es kaum zu Abweichungen und damit zu Überforderungssituationen kommt. Der Hausmeister benötigt zur Erfüllung seiner Aufgaben folgende Arbeitsmittel:
- einen Hochdruckreiniger zum Waschen der durch den Betrieb verschmutzten Gokarts,
- eine Aufsitz-Kehrsaugmaschine für die Reinigung der Gokart-Fahrbahn, Verkehrswege und Parkflächen,
- eine Aufsitz-Scheuersaugmaschine zur Entfernung des schmierigen Schmutzbelages von der Gokart-Fahrbahn und
- einen Aufsitz-Rasenmäher mit Auffangbehälter für Gras zum Mähen der Rasenflächen in den Grünanlagen.

Arbeitsorganisation:

Der Hausmeister wurde intensiv in die gut strukturierten Aufgaben eingearbeitet. Dem Arbeitgeber ist bewusst, dass eine gewisse Kontrolle und Betreuung des Hausmeisters auch in der weiteren Zukunft erforderlich sein wird - dies gilt besonders bei neuen Aufgaben.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Förderung und Mitwirkung:

Die Hilfsmittel für den neu geschaffenen Arbeitsplatz wurden vom Integrations- bzw. Inklusionsamt nur zu 80 Prozent gefördert, da diese auch teilweise von den anderen Beschäftigten genutzt werden. Die Eingliederung des Mannes in das Arbeitsleben wurde von der Arbeitsagentur durch die Gewährung eines Lohnkostenzuschusses über drei Jahre gefördert, da der Mann mit Schwerbehinderung vorher arbeitslos war.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Arbeitsagenturen und Integrationsämter.



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Referenznummer:

R/PB4606



Informationsstand: 16.04.2019