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Behinderungsarten und ihre Auswirkungen

Frau mit verkürzten Armen steht vor einer bunten Wand

Das Potenzial von Menschen mit Behinderung verdeutlicht deren Qualifikation. So ist mehr als die Hälfte von ihnen gut qualifiziert mit einer schulischen oder beruflichen Ausbildung. Generell sind diese Personen als Auszubildende oder Fachkräfte für Unternehmen eigentlich attraktiv – warum nutzen Unternehmen das Potenzial noch nicht gut genug? Oft kann es in Bezug auf die Behinderung nicht eingeschätzt werden – es gibt dazu in den Unternehmen häufig mehr Fragen als Antworten.

Was ist grundsätzlich relevant zur Berufsausübung?

Einige Behinderungen sind sichtbar, andere nicht und welche gibt es überhaupt? Auch wenn der Name einer Behinderung bzw. Behinderungsart bekannt ist, sagt dieser alleine wenig über die Auswirkungen und Möglichkeiten zur Ausbildung oder Beschäftigung aus. Wichtig für die Ausübung eines Berufes ist, dass evtl. behinderungsbedingte Einschränkungen durch technische, organisatorische, personelle und / oder qualifizierende Maßnahmen kompensiert und dabei Unternehmen entsprechend unterstützt werden, zum Beispiel durch Fördermittel und eine kostenlose Beratung.

Im unteren Bereich der Seite finden Sie einen entsprechenden Link zu unterstützenden Institutionen bzw. Ansprechpersonen.

Welche gibt es und was ist zu beachten?

Für das Erlernen und die Ausübung eines Berufes müssen bestimmte Aktivitäten, zum Beispiel das Handhaben von Lasten und Lesen / Schreiben von Informationen, ausgeführt werden können. Behinderungsbedingt können aber bestimmte körperliche, geistige oder seelische Fähigkeiten eines Menschen eingeschränkt sein, die das Ausführen bestimmter Aktivitäten erschweren oder sogar verhindern.

Im Folgenden werden deshalb die Behinderungsarten und deren Ursachen sowie evtl. betroffene Aktivitäten / Fähigkeiten und entsprechende Maßnahmen zur Kompensation vorgestellt. Am Ende des jeweiligen Textes zu einer Behinderungsart finden Sie bei einigen Behinderungsarten außerdem noch einen Link in das Lexikon mit entsprechenden Definitionen, zum Beispiel zur Einstufung und Unterscheidung bestimmter Formen der Behinderung (zwischen Sehbehinderung - Blindheit, Gehörlosigkeit - Schwerhörigkeit usw.).

Da es sich beispielsweise bei neurologischen Behinderungen und anderen Körperbehinderungen um große Gruppen mit vielen Ursachen und Auswirkungen handelt, die zur Behinderung führen können, werden entsprechend auch viele betroffene Aktivitäten / Fähigkeiten aufgeführt. In der Praxis sind aber, in Bezug auf die jeweilige Person und Arbeit, nicht immer alle Aspekte relevant.

Wie berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung in den Unternehmen funktioniert, zeigen am Ende der Seite Links zu Praxisbeispielen.

Neurologische Behinderung

Neurologische Behinderungen entstehen durch Schädigungen des Nervensystems. Sie können das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) und / oder das periphere Nervensystem (restliche Nerven außerhalb des Gehirns und Rückenmarks) betreffen.

Zu den Ursachen zählen Erkrankungen wie Multiple Sklerose (MS), Schlaganfall oder Epilepsie aber auch Unfälle mit Hirn- oder Rückenmarksschädigung.

Neben den physischen Auswirkungen kommen bei fortschreitenden Erkrankungen wie bei MS auch psychische Aspekte hinzu.

Welche Fähigkeiten und Aktivitäten können betroffen sein?

  • Informationen wahrnehmen und verarbeiten (Hören, Sehen, Fühlen)
  • Kommunikation (Sprechen, Gestik, Mimik)
  • geistige Aktivitäten (Denken, Gedächtnis, Konzentration)
  • Verhalten (Motivation, Stimmungslage, Selbst­stän­dig­keit)
  • Mobilität (Gehen, Treppensteigen, Fahrzeuge fahren)
  • Motorik (Kopf-, Arm-, Hand-, Finger- und Beinbewegungen)
  • Einnahme und Halten von Körperpositionen (Stehen, Aufstehen)
  • Gegenstände tragen, bewegen und handhaben
  • Arbeiten bei bestimmten Körperbelastungen (Muskelarbeit, Arbeitstempo)
  • Selbstversorgung (Toilette benutzen)

Was kann getan werden?

  • Einschaltung des Technischen Beratungsdienstes, Integrationsfachdienstes (IFD) usw.
  • stufenweise Wiedereingliederung
  • Einsatz von Hilfsmitteln zur Mobilität / Barrierefreiheit und zur Arbeitsgestaltung
  • Ausbildung / Umschulung
  • Veränderung der Arbeitsorganisation (Arbeitszeit, Pausen, Telearbeit)
  • Prävention / Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Behinderung des Bewegungs- und Stützapparates

Behinderungen des Bewegungs- und Stützapparates entstehen durch Erkrankungen oder Unfälle, die Wirbelsäule, Gliedmaßen, Gelenke, Sehnen oder Muskeln betreffen und schädigen.

Zu den Ursachen zählen beispielsweise Wirbelsäulenerkrankungen, Schulter-Arm-Syndrome, Rheuma, Muskelerkrankungen, Gliedmaßenfehlbildungen, Gliedmaßenverluste und Arthrosen.

Durch die Auswirkung der Schädigung kommt es zu einer nicht nur vorübergehenden Funktionsbeeinträchtigung des Bewegungs- und Stützapparates und häufig zu Schmerzen.

Welche Fähigkeiten und Aktivitäten können betroffen sein?

  • Mobilität (Gehen, Treppensteigen, Fahrzeuge fahren)
  • Motorik (Kopf-, Arm-, Hand-, Finger- und Beinbewegungen)
  • Einnahme und Halten bestimmter Körperpositionen (Stehen, Bücken oder Beugen)
  • Gegenstände tragen, bewegen und handhaben
  • Arbeiten bei Belastungen durch Vibrationen / mechanische Schwingungen
  • Arbeiten bei bestimmten Körperbelastungen (Muskelarbeit, Arbeitstempo)

Was kann getan werden?

  • Einschaltung des Technischen Beratungsdienstes, Integrationsfachdienstes (IFD) usw.
  • Einsatz von Hilfsmitteln zur Mobilität / Barrierefreiheit und zur Arbeitsgestaltung
  • Ausbildung / Umschulung
  • Veränderung der Arbeitsorganisation (Arbeitszeit, Pausen, Telearbeit)
  • Prävention / Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Andere Körperbehinderungen

Andere Körperbehinderungen entstehen häufig durch eine Erkrankung und Schädigung der inneren Organe.

Zu den Ursachen zählen beispielsweise Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus, Atemwegserkrankungen, Magenerkrankungen, Nierenerkrankungen und Krebs.

Dabei kann es durch die Erkrankungen unter anderem auch zu Ängsten kommen, die zu psychischen Belastungen führen.

Welche Fähigkeiten und Aktivitäten können betroffen sein?

  • Mobilität (längere Strecken gehen, Treppensteigen, Fahrzeuge fahren)
  • Körperposition ändern und aufrecht erhalten
  • Gegenstände tragen, heben und bewegen
  • Arbeiten bei Belastungen durch die Umgebung (Hitze, Kälte, Nässe, Lärm, Staub usw.)
  • Arbeiten mit Gefahrstoffen
  • Arbeiten bei bestimmten Körperbelastungen (Muskelarbeit, Ausdauer, Arbeitstempo usw.)
  • Arbeiten bei erhöhten psychischen Belastungen (Stress z. B. bei Termindruck, Akkord- und Nachtschichtarbeit)

Was kann getan werden?

  • Einschaltung des Technischen Beratungsdienstes, Integrationsfachdienstes (IFD) usw.
  • stufenweise Wiedereingliederung
  • Einsatz von Hilfsmitteln zur Mobilität / Barrierefreiheit sowie Arbeitsgestaltung und zum Arbeitsschutz
  • Ausbildung / Umschulung
  • Veränderung der Arbeitsorganisation (Arbeitszeit, Pausen, Jobrotation usw.)
  • Prävention / Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Sehbehinderung und Blindheit

Sehbehinderung und Blindheit sind angeboren oder entstehen durch Erkrankungen wie Retinitis pigmentosa, Makula-Degeneration oder Netzhautablösung sowie Verletzungen, die das Auge, den Sehnerv oder das Sehzentrum des Gehirns schädigen. Durch die Auswirkung der Schädigung kommt es zu einer Seheinschränkung oder einem Sehausfall.

Besonders für späterblindete Menschen ist der Sehverlust psychisch sehr belastend und mit Ängsten verbunden. Sie müssen grundlegende Dinge neu erlernen.

Welche Fähigkeiten und Aktivitäten können betroffen sein?

  • Wahrnehmung / Sehen (zum Beispiel Sehschärfe, Sehfeld, räumliches Sehen)
  • Lernen / Wissensanwendung (zum Beispiel auf der Basis von Schwarz-Schrift, Grafiken)
  • Informieren / Kommunizieren (Kommunikationsgeräte und -techniken benutzen)
  • Mobilität (Orientierung / Fortbewegung, Verkehrsmittel benutzen und Fahrzeuge fahren)
  • auf die Gesundheit achten bei Gefahren

Was kann getan werden?

  • Einschaltung des Technischen Beratungsdienstes, Integrationsfachdienstes (IFD) usw.
  • Blindentechnische Grundausbildung (BTG)
  • Mobilitätstraining zum Erreichen des Arbeitsplatzes
  • Einsatz von Hilfsmitteln zur Mobilität / Barrierefreiheit sowie Arbeitsgestaltung und zum Arbeitsschutz
  • Ausbildung / Umschulung
  • Veränderung der Arbeitsorganisation (Telearbeit, Arbeitsassistenz usw.)
  • Prävention / Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Schwerhörigkeit und Gehörlosigkeit

Schwerhörigkeit und Gehörlosigkeit sind angeboren oder entstehen durch Erkrankungen wie Gehirnhautentzündung, Scharlach oder Hörsturz sowie Verletzungen, die das Ohr, den Hörnerv oder das Hörzentrum des Gehirns schädigen. Durch die Auswirkung der Schädigung kommt es zu einer Höreinschränkung oder einem Hörausfall und in bestimmten Fällen zu Gleichgewichtsstörungen oder Ohrgeräuschen (Tinnitus).

Für die Sprachentwicklung spielen der Umfang der Höreinschränkungen und der Eintritt eine entscheidende Rolle.

Welche Fähigkeiten und Aktivitäten können betroffen sein?

  • Wahrnehmung (Hören)
  • Lernen / Wissensanwendung (zum Beispiel Lesen lernen, Gelesenes verstehen / interpretieren)
  • Informieren / Kommunizieren (Sprechen / Konversation, Gehörtes und Geschriebenes verstehen / interpretieren, Kommunikationsgeräte und -techniken nutzen)
  • Mobilität (Transportmittel benutzen, Fahrzeuge fahren)
  • auf die Gesundheit achten bei Gefahren

Hinweis:

Schlecht hören bedeutet nicht einfach leiser zu hören – vielmehr werden bestimmte Töne nicht, eingeschränkt oder verzehrt wahrgenommen.

Was kann getan werden?

  • Einschaltung des Technischen Beratungsdienstes, Integrationsfachdienstes (IFD) usw.
  • Grundausbildung (erlernen der Gebärdensprache)
  • Kommunikationstechniken anwenden (Gebärden, Lippenablesen, Notizen, Gestik usw.)
  • Hilfsmitteleinsatz zur Kommunikation / Information, Mobilität / Barrierefreiheit sowie Arbeitsgestaltung und zum Arbeitsschutz
  • Ausbildung / Umschulung
  • Änderung der Arbeitsorganisation (Gebärdensprachdolmetscher, Telekommunikations-Dienste usw.)
  • Prävention / Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Sprachbehinderung

Sprachbehinderungen entstehen durch Erkrankungen wie Schlaganfall oder Krebs, sind angeboren oder durch ein ungünstiges Umfeld entstanden. Auch Verletzungen können das Sprachzentrum des Gehirns oder die für das Sprechen erforderlichen Strukturen, also Nerven, Organe oder Knochen, beeinflussen und somit die Kommunikation einschränken. Dabei kann es zu Sprachstörungen (Spracheinschränkungen oder Sprachausfällen) und/oder Sprechstörungen (Störung der Sprechmotorik oder des Redeflusses) kommen.

Während eine Sprechstörung sich auf die motorische Artikulation bzw. das Sprechen bezieht, ist mit einer Sprachstörung die gedankliche Erzeugung der Sprache im Gehirn gemeint.

Welche Fähigkeiten und Aktivitäten können betroffen sein?

  • Lernen / Wissensanwendung (zum Beispiel Lesen, Schreiben, Gelesenes verstehen / interpretieren)
  • Informieren / Kommunizieren (Sprechen / Konversation, Gehörtes und Geschriebenes verstehen / interpretieren, Kommunikationsgeräte und -techniken nutzen)

Was kann getan werden?

  • Sprachtherapie / Sprechtherapie
  • Einschaltung des Technischen Beratungsdienstes, Integrationsfachdienstes (IFD) usw.
  • Kommunikationstechniken anwenden (Notizen, Skizzen, Gestik / Mimik usw.)
  • Einsatz von Kommunikationshilfen zur Mobilität / Barrierefreiheit sowie Arbeitsgestaltung und zum Arbeitsschutz
  • Ausbildung / Umschulung
  • Prävention / Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Lernbehinderung

Eine Lernbehinderung kann beispielsweise durch eine angeborene deutlich verringerte Intelligenz, hirnorganische Störungen und/oder ungünstige Lern- / Kommunikationsbedingungen im Elternhaus sowie durch Einflüsse des sozialen Umfeldes vorliegen.

Menschen mit einer Lernbehinderung sind schwerwiegend und lang andauernd beim Lernen in Schule, Ausbildung und Beruf beeinträchtigt. Damit ist nichts darüber ausgesagt, in welchen mentalen Bereichen die Schwierigkeiten bestehen. Die Betroffenen können sich in ihrem Leistungsprofil erheblich voneinander unterscheiden.

Welche Fähigkeiten und Aktivitäten können betroffen sein?

  • Lernen / Wissensanwendung (zum Beispiel Lesen, Schreiben, Rechnen, sich Fertigkeiten aneignen)
  • Informieren / Kommunizieren (zum Beispiel Konversation / Diskussion, Mündliches und Geschriebenes verstehen / interpretieren)

Was kann getan werden?

  • Einbeziehung des Integrationsfachdienstes (IFD)
  • Praktika oder Probebeschäftigung
  • Unterstützte Beschäftigung (UB) / Betriebliches Arbeitstraining
  • Teilqualifizierung (qualifizierende Einarbeitung im Job usw.)
  • Ausbildung (Kooperative Ausbildung, im Berufsbildungswerk, als Fachpraktiker/in oder Werker/in, ausbildungsbegleitende Hilfen abH usw.)
  • Arbeitsanweisungen überschaubar / klar strukturieren und leicht verständlich formulieren
  • Betreuung durch Bezugsperson (Kollege) im Unternehmen

Hinweis:

Durch entsprechende Förderung / Unterstützung ist es möglich, dass Lerneinschränkungen ausgeglichen werden und später im Berufsleben nicht mehr erkennbar sind.

Geistige Behinderung

Geistige Behinderung bezeichnet als zentrales Merkmal eine verzögerte oder verringerte mentale Entwicklung. Die Ursachen sind genetisch bedingt wie durch das Down-Syndrom oder erworben, beispielsweise durch Sauerstoffmangel bei der Geburt oder Hirnhautentzündung.

Eine geistige Behinderung kann beispielsweise von der Denkfähigkeit und dem sozial-emotionalen Verhalten unterschiedlich ausgeprägt sein und macht sich früh bemerkbar.

Hinweis:

Ergebnisse von Intelligenztests oder der Grad der Behinderung (GdB) ermöglichen kaum Aussagen darüber, welchen Anforderungen ein Mensch mit einer geistigen Behinderung an einem Arbeitsplatz gewachsen ist.

Welche Fähigkeiten und Aktivitäten können betroffen sein?

  • Lernen / Wissensanwendung (zum Beispiel Lesen, Schreiben, Rechnen, Nachmachen, Denken)
  • Informieren / Kommunizieren (Konversation / Diskussion, Gehörtes und Geschriebenes verstehen / interpretieren usw.)
  • Leistungsfähigkeit
  • Mobilität (zum Beispiel Transportmittel benutzen, Fahrzeuge fahren)
  • Sozialverhalten (zum Beispiel Interaktion mit und Beziehung zu Kollegen / Vorgesetzten)
  • auf die Gesundheit achten bei Gefahren

Was kann getan werden?

  • Einbeziehung des Integrationsfachdienstes (IFD)
  • Werkstatt für behinderte Menschen WfbM zur Qualifizierung und Beschäftigung oder als Übergang zum allgemeinen Arbeitsmarkt
  • Unterstützte Beschäftigung (UB) und Betreuung durch Bezugsperson (Kollege)
  • Praktika oder Probebeschäftigung
  • lange Einarbeitung mit Hilfestellung / Einsatz bei einfachen Routinetätigkeiten
  • Arbeitsanweisungen überschaubar / klar strukturieren und leicht verständlich formulieren
  • finanzielle Kompensation der geringeren Arbeitsleistung und des Betreuungsaufwandes
  • soziale Kontakte im Unternehmen fördern
  • Gefahrenquellen am Arbeitsplatz und in der Arbeitsumgebung beseitigen

Psychische Behinderung

Psychische Behinderungen entstehen durch Erkrankungen wie Depressionen oder Schizophrenie, die den seelischen Zustand dauerhaft oder wiederkehrend beeinträchtigen.

Die vielfältigen Ursachen beruhen auf einer Wechselwirkung zwischen biologischen, psychischen und sozialen Faktoren. Die durch die psychische Erkrankung bedingten Auswirkungen und Störungen und ihr phasenhafter Verlauf können von Person zu Person sehr verschieden sein.

Hinweis:

Im Umgang mit anderen Menschen können Schwierigkeiten auftreten, weil häufig anders reagiert wird, als man es in einer bestimmten Situation erwartet.

Welche Fähigkeiten und Aktivitäten können betroffen sein?

  • Lernen / Wissensanwendung (zum Beispiel Denken, Merken, Entscheidungen treffen)
  • psychisch (zum Beispiel Zuverlässigkeit, Motivation, Wahrnehmung der äußeren Wirklichkeit)
  • Sozialverhalten (zum Beispiel Interaktion mit und Beziehung zu Kollegen / Vorgesetzten)
  • Informieren / Kommunizieren (zum Beispiel Konversation / Diskussion)
  • Leistungsfähigkeit (zum Beispiel beeinflusst durch Medikamente)
  • Selbstversorgung (Körper- und Kleiderpflege, Ernährung)
  • auf die Gesundheit achten bei Gefahren

Was kann getan werden?

  • Prävention (zum Beispiel Erkennen durch Vorgesetzte, Betriebliches Eingliederungsmanagement)
  • Therapie
  • Einbeziehung des Integrationsfachdienstes (IFD)
  • stufenweise Wiedereingliederung
  • Änderung der Arbeitsorganisation (zum Beispiel Teilzeitarbeit, klar strukturierte Aufgaben)
  • rechtzeitig informieren über Veränderungen und klar / eindeutig kommunizieren
  • Unterstützte Beschäftigung (UB) und Betreuung durch Bezugsperson (Kollege)
  • finanzielle Kompensation (geringere Arbeitsleistung und Betreuungsaufwand)
  • soziale Kontakte im Unternehmen fördern
  • WfbM zur Qualifizierung / Beschäftigung oder als Übergang zum allgemeinen Arbeitsmarkt
  • Praktika oder Probebeschäftigung
  • Gefahrenquellen / Belastungen am Arbeitsplatz und in der Arbeitsumgebung beseitigen

Behinderung durch Sucht

Die Behinderung entsteht durch eine Suchterkrankung und führt zu einer Abhängigkeit von Alkohol, Drogen, Medikamenten oder anderen Suchtmitteln mit entsprechenden körperlichen, geistigen und seelischen Auswirkungen und Einschränkungen.

Hinweis:

Bei Auffälligkeiten, die auf ein Suchtproblem hindeuten könnten, sollten nach Ansicht von Suchtexperten weder Vorgesetzte noch Kollegen wegsehen oder das Verhalten gar decken – das Problem würde sich so nur verschlimmern. Denn vielfach fehle den Betroffenen die Einsicht, überhaupt suchterkrankt zu sein.

Welche Fähigkeiten und Aktivitäten können betroffen sein?

  • Lernen / Wissensanwendung (zum Beispiel Denken, Merken, Probleme lösen)
  • psychisch (zum Beispiel Zuverlässigkeit, Motivation, Wahrnehmung der äußeren Wirklichkeit)
  • Sozialverhalten (zum Beispiel Interaktion mit und Beziehung zu Kollegen / Vorgesetzten)
  • Leistungsfähigkeit
  • Selbstversorgung (Körper- und Kleiderpflege, Ernährung)
  • auf die Gesundheit achten (erhöhte Unfallgefahr)

Was kann getan werden?

  • Prävention (System zur betrieblichen Suchtprävention aufbauen / anwenden, Betriebliches Eingliederungsmanagement BEM)
  • Erkennen durch Vorgesetzte mit der Formulierung klarer Forderungen und Konsequenzen
  • Hilfsangebote (betrieblicher Suchthelfer / externe Institutionen der Suchtkrankenhilfe)
  • körperliche Entgiftung / Therapie
  • Selbsthilfegruppe
  • stufenweise Wiedereingliederung
  • Veränderung der Arbeitsorganisation (zum Beispiel zur Stressreduzierung)
  • rechtzeitig informieren über Veränderungen und klar / eindeutig kommunizieren
  • soziale Kontakte im Unternehmen fördern

Ansprechpersonen

Personen und Institutionen zur Beratung und Förderung finden Sie unter:

Autorin / Autor: (vh) 2017