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Angaben zum Praxisbeispiel

Arbeitsplatzgestaltung und Arbeitsassistenz für einen Vertriebsmitarbeiter im Außendienst mit Blindheit

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber entwickelt und produziert Hilfsmittel für Blinde und hochgradig Sehbehinderte.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann ist blind. Er ist nicht fähig optische Informationen (Texte in Schwarzschrift usw.) wahrzunehmen. Für ihn müssen deshalb optische Informationen so umgewandelt werden, dass sie taktil mit den Fingern (z. B. Brailleschrift) oder akustisch wahrgenommen werden können. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100. Der Schwerbehindertenausweis beinhaltet die Merkzeichen B, Bl, H und RF.

Beruf:

Der Mann ist als Vertriebsmitarbeiter beim Arbeitgeber beschäftigt.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Mann hat als Vertriebsmitarbeiter Kunden in verschiedenen Städten zu betreuen. Deshalb hat sein Arbeitgeber zwei Außenbüros von denen aus der Mitarbeiter den Vertrieb leitet. Im Durchschnitt ist der Vertriebsmitarbeiter an vier Tagen in der Woche mit Außenterminen beschäftigt. Der Mitarbeiter benötigt für seine Tätigkeit ein Laptop und einen PC, jeweils mit Braillezeile und Screenreader. Die Braillezeile wandelt mit Hilfe des Screenreaders (spezielle Software) die optischen Bildschirminhalte der Windowsoberfläche und Softwareanwendungen in Computerbraille bzw. Informationen, die mit den Fingern gelesen werden können, oder in Sprache, die über die Soundkarte und Lautsprecher ausgegeben werden kann, um. Zusätzlich benötigt er einen Scanner mit einer OCR-Texterkennung, um Schriftstücke (z. B. Briefe) in Schwarzschrift über den PC und die Braillezeile lesen zu können.
Damit Angebote, Unterlagen und Anschreiben blinden Kunden auch in Punktschrift zur Verfügung gestellt werden können, ist die Anschaffung eines Brailledruckers erforderlich. Wegen der hohen Lärmentwicklung des Brailledruckers muss eine Lärmschutzhaube angebracht werden.
Aufgrund der Reisetätigkeiten ist eine Arbeitsassistenz erforderlich. Die Assistenzkraft sollte mindestens drei Stunden am Tag eingesetzt werden. Zu den Aufgaben gehören:
- Fahrten mit dem Mitarbeiter zum Kunden
- Hilfe bei Transport und Aufbau bei Produktvorführungen
- vorbereitende und unterstützende Arbeiten im Büro, die der Mitarbeiter mit den Hilfsmitteln nicht selbstständig erledigen kann

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Arbeitsumgebung - Mobilität:

Der Mann absolvierte ein Mobilitätstraining. Mit Hilfe eines Langstockes findet er sich auf dem Weg zum Arbeitsplatz und in den Büroräumen zurecht. Für die Fahrten zum Kunden steht ihm ein Dienstfahrzeug zur Verfügung, das von der Arbeitsassistenz gefahren wird.

Förderung und Mitwirkung:

Die behinderungsgerechte Gestaltung sowie das Dienstfahrzeug wurden und die Arbeitsassistenz wird vom Integrationsamt gefördert. Die Beratung erfolgte durch den Ingenieur-Fachdienst für behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung des Integrationsamtes - dem sog. Technischen Beratungsdienst.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.- Nummer der Integrationsämter.



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Referenznummer:

R/PB5335



Informationsstand: 05.06.2018