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Angaben zum Praxisbeispiel

Arbeitsplatzgestaltung für einen Masseur mit Blindheit

Arbeitgeber:

Der Mann arbeitet in einer Massagepraxis.

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Der Mann ist blind, er ist nicht fähig optische Informationen wahrzunehmen. Für ihn müssen deshalb optische Informationen so umgewandelt werden, dass sie taktil mit den Fingern (z. B. Brailleschrift) oder akustisch wahrgenommen werden können.
Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100. Der Schwerbehindertenausweis beinhaltet die Merkzeichen B, Bl, H und RF.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist als ausgebildeter Masseur in einer Massagepraxis beschäftigt.
In REHADAT finden Sie auch Ausbildungseinrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen.

Arbeitsplatz (Istzustand):

Der am Arbeitsplatz des Masseurs vorhandene Computer war veraltert. Der Computer war deshalb für den üblichen Praxiseinsatz, zur Nutzung von Programmen zur Kundendatenverwaltung und Buchführung, nicht mehr einsetzbar. Außerdem bot die vorhandene Massageliege keine Anpassungsmöglichkeiten, um ein ergonomisches Arbeiten des Mannes zu ermöglichen.

Arbeitsplatz (Sollzustand):

Behinderungsbedingt ist der Masseur auf angepasste technische Hilfsmittel angewiesen, die ihm die sonst für Sehende dargestellten Informationen in andere, für ihn aufnehmbare, Informationen (tast- oder hörbar) umsetzen. Angeschafft wurde aus diesem Grund ein Reizstromgerät mit Sprachmodul. Der vorhandene Rechner wurde gegen einen PC neuerer Technik mit Braillezeile und Screenreader ausgetauscht. Bildschirminformationen können so über Computerbraille oder Sprachausgabe wahrgenommen werden.
Die vorhandene Massageliege wurde gegen eine moderne, anpassungsfähige elektromotorisch höhenverstellbare Liege ausgetauscht. Damit der Masseur auch während der Massage telefonisch für die Kunden erreichbar ist, wurde nach einer Erprobungszeit zudem ein schnurloses Telefon angeschafft.

Arbeitsumgebung:

Gelegentlich arbeitet der Masseur alleine im Gebäude, wobei er dann die Zugangstür zu allen Räumen öffnen können muss. Hier wurde für die Zugangstür eine Türsprechanlage mit Türöffner über die installierte Telefonanlage mit Fernbedienung installiert, damit der Zugang zum Haus für den Masseur kontrollierbar ist.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Förderung und Mitwirkung:

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde von dem zuständigen Integrationsamt finanziell gefördert. Die Beratung erfolgte durch den Ingenieur-Fachdienst für behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung des Integrationsamtes - dem sog. Technischen Beratungsdienst.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nr. der Arbeitsagenturen und Integrationsämter.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • Türsprechanlage /
  • Vollzeitarbeit

  • ERGOS - Sehen /
  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Sehen


Referenznummer:

R/PB2956



Informationsstand: 05.06.2018