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Angaben zum Urteil

Benachteiligung eines Bewerbers im Bewerbungsverfahren - Keine hinreichenden Indizien

Gericht:

LAG Köln 11. Kammer


Aktenzeichen:

11 Sa 525/10


Urteil vom:

27.09.2011


Grundlage:

AGG § 22



Leitsätze:

1. Der Beschäftigte genügt nach § 22 AGG seiner Darlegungslast, wenn er Indizien vorträgt, die seine Benachteiligung wegen eines verbotenen Merkmals vermuten lassen. Dies ist der Fall, wenn die vorgetragenen Tatsachen aus objektiver Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit darauf schließen lassen, dass die Benachteiligung wegen dieses Merkmals erfolgt ist (BAG, Urteil vom 19.08.2010 - 8 AZR 530/09 - m.w.N.).

2. Hält sich der Arbeitgeber an die Vorgaben der obergerichtlichen Rechtsprechung, kann jedenfalls nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf eine Benachteiligung geschlossen werden. Es bedarf dann des Vorliegens weiterer konkreter Indizien, die eine Benachteiligung wegen eines verbotenen Merkmals vermuten lassen.

Fortsetzung/Langtext

Rechtsweg:

ArbG Bonn Urteil vom 25.02.2010 - 3 Ca 3343/09



Quelle:

Justizportal des Landes NRW


Referenznummer:

R/R5295


Weitere Informationen

Themen:
  • Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) /
  • Arbeitsplatzsuche / Bewerbung /
  • Benachteiligung / Benachteiligungsverbot /
  • Neueinstellung / Stellenbesetzung

Schlagworte:
  • Arbeitsgerichtsbarkeit /
  • Begründungspflicht /
  • Benachteiligungsschutz /
  • Berufung /
  • Beschäftigungspflicht /
  • Beweislast /
  • Bewerbungsgespräch /
  • Bewerbungsverfahren /
  • Darlegungslast /
  • Diskriminierung /
  • Indiz /
  • Schadensersatz /
  • Schwerbehinderung /
  • Urteil /
  • Wahrscheinlichkeit


Informationsstand: 10.01.2013

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