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Angaben zum Urteil

Bevorzugung von schwerbeschädigten Bewerbern

Gericht:

BAG 5. Senat


Aktenzeichen:

5 AZR 172/74


Urteil vom:

28.05.1975


Grundlage:

SchwbG § 11 Abs 2 / SchwbG § 12 Abs 1 Fassung 1961-08-14



Leitsatz:

1. Der Arbeitgeber darf seine Auswahl unter mehreren Bewerbern um eine ausgeschriebene Stelle auch dann nach der Leistung und Eignung treffen, wenn sich unter den Mitbewerbern ein Schwerbeschädigter befindet. Sind zwei Bewerber gleichwertig, kann es geboten sein, den Schwerbeschädigten vorzuziehen. Es bleibt offen, ob der Arbeitgeber auch dann uneingeschränkt am Leistungsprinzip festhalten darf, wenn eine Minderleistung des Schwerbeschädigten gerade auf seiner Schädigung beruht.

2. Es kann geboten sein, dem Schwerbeschädigten Aufgaben zuzuweisen, bei denen er sich weitere Kenntnisse aneignen kann, die ihm bei späteren Bewerbungen von Nutzen sind.

3. Bei der gebotenen Förderung der Schwerbeschädigten sind auch die betrieblichen Belange zu berücksichtigen. Zu diesen gehört das Interesse des Arbeitgebers im öffentlichen Dienst, durch die Anwendung des Leistungsprinzips die Verwaltung so effektiv wie möglich zu machen.


Quelle:

JURIS-GmbH


Referenznummer:

KSRE001730062


Weitere Informationen

Themen:
  • Bewerbungsverfahren / Personalauswahl /
  • Personalauswahl öffentlicher Arbeitgeber

Schlagworte:
  • Arbeitgeber /
  • Arbeitsgerichtsbarkeit /
  • Arbeitssuche /
  • Aufstieg /
  • Auswahlverfahren /
  • BAG /
  • Beförderung /
  • Berücksichtigung /
  • berufliche Integration /
  • Beschäftigungspflicht /
  • Bevorzugung /
  • Bewerberauswahl /
  • Bewerbung /
  • Bewerbungsverfahren /
  • Entschädigung /
  • Entschädigungsanspruch /
  • Förderungspflicht /
  • freier Arbeitsplatz /
  • Leistungsminderung /
  • Leistungsprinzip /
  • Neueinstellung /
  • öffentlicher Dienst /
  • Schadensersatzanspruch /
  • Schwerbehinderung /
  • Stellenausschreibung /
  • Stellenbesetzung /
  • Urteil


Informationsstand: 01.01.1990

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