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Angaben zum Praxisbeispiel

Arbeitsgestaltung für eine Hilfskraft

Arbeitgeber:

Das Unternehmen ist ein großes Möbelhaus. Es beabsichtigt einen Mitarbeiter mit einer Schwerbehinderung zu entlassen und beantragte deshalb die Zustimmung zur Kündigung beim Integrationsamt.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Herz-Kreislauferkrankung. Der Grad der Behinderung (GdB) beträgt 50. Laut ärztlichem Gutachten soll das schwere sowie häufige Heben und Tragen von Lasten bei der Ausübung von Tätigkeiten vermieden werden.

Beruf:

Der Mann ist als Lagerarbeiter beim Arbeitgeber beschäftigt.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Der Lagerarbeiter ist für das Entladen der angelieferten Möbel (Tische, Stühle, Polstermöbel, komplett verpackte Schrankeinheiten sowie Betten, Küchen- sowie Badmöbel usw.) von Lastkraftwagen, die Einlagerung der Möbel auf Paletten in Palettenregale und für die Auslagerung sowie Bereitstellung der von den Kunden bestellten Möbel zuständig. Die Kommissionieraufträge werden von den Kassen im Verkaufsraum direkt per Datenfunk an die Gabelstapler in das Lager übermittelt, so dass für den Kunden an der Warenausgabe des Lagers praktisch keine Wartezeiten entstehen. Dieses System hat jedoch zur Folge, dass die Lagerbelegschaft in den Spitzenzeiten permanent unter erheblichem Zeitdruck arbeiten muss. Die Paletten und Boxen mit den Möbeln werden mit einem Gabelstapler aus den Regalen entnommen. Anschließend werden die Möbel manuell von Paletten oder aus den Boxen auf Kommissionierwagen umgeladen und nach Fertigstellung der Kommission zur Warenausgabe geschoben. Dabei fallen, unter erheblichem Zeitdruck, schwere Hebe- und Tragearbeiten an, die der Lagerarbeiter behinderungsbedingt nicht ausführen sollte.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Mit Hilfe des Integrationsamtes wurde nach einer Möglichkeit zur Weiterbeschäftigung des schwerbehinderten Mitarbeiters an einem anderen Arbeitsplatz gesucht. Bisher wurde der große Außenbereich (Grünanlagen, Parkplätze und Verkehrswege) von einem externen Unternehmen gepflegt und gereinigt. Die mit der Reinigung und Pflege des Außenbereiches anfallenden Arbeiten, wie z. B. das Kehren der Wege, das Mähen der Rasenflächen, das Ausbringen von Dünger, der Rückschnitt von Bäumen sowie Sträuchern, das Beseitigen des Laubes im Herbst und der Winterdienst, sollen vom ehemaligen Lagerarbeiter übernommen werden. Für die Ausführung dieser Arbeiten benötigt der Mitarbeiter einen kleinen Kompakt-Traktor (Rasentraktor) mit Zubehör (Mähwerk, Auffangbehälter für Gras und Laub, Frontkehrbesen, Schneeräumschild sowie Streuer für Dünger, Sand und Split).
Der Mitarbeiter soll außerdem, zur besseren Auslastung, in den Ausstellungsräumen leichte Maler- sowie Tapezierarbeiten ausführen und kleinere Möbel aufbauen.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Förderung:

Die Anschaffung der Hilfsmittel für den neuen Arbeitsplatz wurde zu 80% vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt gefördert, um eine Weiterbeschäftigung des schwerbehinderten Mitarbeiters zu ermöglichen.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Telefon-Nummer der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • Schneeräumschild /
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  • Teilhabe /
  • Teilhabe am Arbeitsleben /
  • Tragen /
  • Transport /
  • Umgebungseinflüsse, Sicherheit und Belastungen /
  • Versetzung /
  • Vollzeitarbeit /
  • Warenausgang /
  • Wareneingang /
  • Winterdienst

  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal) /
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz) /
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne) /
  • ERGOS - Tragen /
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz) /
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben /
  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Heben /
  • IMBA - Tragen /
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)


Referenznummer:

R/PB4297



Informationsstand: 30.07.2010