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Bibliographische Angaben zur Publikation

Merkmalblatt 2.4: Fahren


Sammelwerk / Reihe:

Strukturierter Merkmalkatalog


Autor/in:

Wieland, Klaus; Weinmann, Sigbert; Schian, Hans-Martin


Herausgeber/in:

Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA)


Quelle:

Bonn: Eigenverlag, 1990


Jahr:

1990



Abstract:


Merkmalblatt 2 Körperfortbewegung

2.4 Fahren

Definition:

Fortbewegung mittels Fahrzeugen. Unterschieden wird einerseits nach Antriebsart des Fahrzeuges - durch Muskelkraft oder mechanisch (Motorkraft), andererseits im Hinblick auf die Beteiligung des Fahrers/Passagiers, nach aktivem oder passivem Fahren (Mitfahren).

Beanspruchung:

Bei Antrieb durch Muskelkraft: dynamischer
Ausdauerleistung der unteren Extremitäten (Pedalantrieb)
oder - in seltenen Fällen - der oberen Extremitäten (zum Beispiel
Draisine)
Siehe auch: ---> Körperteilbewegung 3, --->

Dauerbelastbarkeit 5.1
Bei mechanischem Antrieb (Motor) sind vorwiegend Zu- und Abstieg des Fahrzeugs im Hinblick auf mögliche körperliche Behinderung zu beurteilen.
Siehe auch: ---> Körperteilbewegung 3

Aktives Fahren, d.h. Führen von Fahrzeugen, beansprucht kognitive Funktionen, Reaktionsvermögen und Vigilanz. Es gelten, in Abhängigkeit vom Anforderungsniveau, Mindestvoraussetzungen an das Leistungsvermögen der Sinnesorgane.
Siehe Auch: ---> Kognition 9.1, ---> Psychorhetorik 9.3 und Information

4. Normen, Richtlinien:
StVZO (= Straßenverkehrszulassungsordnung vom 23.11.1980) § 9, VÖV (= Verband öffentlicher Verkehrsbetriebe: Richtlinien für die Feststellung der körperlichen Tauglichkeit von Bediensteten im Betriebsdienst vom 11.11.
1975), EBO (= Eisenbahnbetriebsordnung) und Tauglichkeitsverordnung der DB von 1964, G 25 (= Berufsgenossenschaftliche Grundsätze für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen Nr. 25 'Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten, Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften e.V., Mai 1981) 'Fahr- und Steuerfähigkeit', u. a.

Gestaltungshinweise:
Fahrzeugumrüstung für Behinderte (zum Beispiel PKW Handsteuereinrichtung für Querschnittsgelähmte), Hubeinrichtungen, Rampen oder andere Einstiegshilfen an Bussen und Kraftfahrzeugen.

2.4.1 Fahren, Antrieb muskulär

Bewertung: (Z)
Zu bewerten ist die zeitliche Dauer in der die körperliche Leistung, zum Beispiel Radfahren erbracht werden muss.
Bewertung: (w)
Zusätzlich kann die Wichtigkeit oder Notwendigkeit in Bezug auf das Zustandekommen des Arbeitsergebnisses eingeschätzt werden (zum Beispiel Wegstrecken können wahlweise mit Fahrrad, Rollstuhl oder zu Fuß zurückgelegt werden).

2.4.1.1 Antrieb muskulär, Fußbetätigung

Differenzierung: (A)

2.4.1.2 Antrieb muskulär, Handbetätigung

Differenzierung: (A)

2.4.2 Fahren, Antrieb mechanisch

Bewertung: (Z)
Von grundlegender Bedeutung ist die Aussage über aktives oder passives Fahren.

2.4.2.1 Antrieb mechanisch, aktiv

Bewertung: (Z)
Zu bewerten ist die Dauer der Tätigkeit in Bezug zur Arbeitsschicht.

2.4.2.2 Antrieb mechanisch, passiv

Bewertung: (Z) (s)
Über einen Sonderschlüssel kann die Fahrzeugart erfasst werden(zum Beispiel Bus, Bahn, PKW),

Differenzierung:

Es besteht auch die Möglichkeit der Differenzierung, zum Beispiel:
1. Bandfahren
Sonderfall des Personentransportes 'untertage' auf Förderbändern.

2. Zugfahren
Sonderfall des Personentransportes 'untertage' auf offenen Loren.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk 'Strukturierter Merkmalkatalog' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Homepage: https://www.bmas.de/DE/Service/Publikationen/publikationen.h...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

VT0140


Informationsstand: 22.10.1992

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