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Bibliographische Angaben zur Publikation

Merkmalblatt 2.1: Gehen/Steigen


Sammelwerk / Reihe:

Strukturierter Merkmalkatalog


Autor/in:

Wieland, Klaus; Weinmann, Sigbert; Schian, Hans-Martin


Herausgeber/in:

Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA)


Quelle:

Bonn: Eigenverlag, 1990


Jahr:

1990



Abstract:


Merkmalblatt 2 Körperfortbewegung

2.1 Gehen/Steigen

Definition:

Körperfortbewegung ohne Fahrzeug und ohne den Einsatz der oberen Extremitäten (wie beim Besteigen einer Leiter.

Siehe auch
2.2 Steigen/Klettern

Berücksichtigt wird die Beschaffenheit des Untergrundes (fest, uneben, rutschig), das Vorkommen von Hindernissen und die Überwindung von Höhenunterschieden durch Gefällstrecken oder Treppen. Häufig ist Gehen/ Steigen mit dem Transport von Lasten verbunden. Diese können getragen, geschoben, gezogen oder mit Hilfsmitteln (Transportwagen, Rollengang u. ä.) bewegt werden. Berücksichtigt werden nur solche Hilfsmittel, die mit Muskelkaft geschoben oder gezogen werden.

Beanspruchung:

- Hüftgelenke, untere Extremitäten und Gleichgewicht.
- Herz-Kreislauf-System in Abhängigkeit von Geschwindigkeit und dem zu überwindenden Höhenunterschied - vor allem bei Gehbehinderung oft erhöhte Beanspruchung.
- Besondere Beanspruchung der Knie- und Sprunggelenke (Bandfführung, Zwischengelenkscheiben) bei unebenen oder losem Untergrund (Schotter, Sand) bei Steigungen und Treppen. Eine besondere Unfallgefährdung kann sich ergeben bei Vorliegen einer Gehbehinderung (Prothese, Lähmung, Gelenkversteifung) und ---> rutschigem, ---> losem oder unebenem Untergrund.
- Beim Tragen von Lasten, ---> Gehen mit Last, in Abhängigkeit von Gewicht, Trageergonomie sowie dem zu überwindenden Höhenunterschied erhebliche zusätzliche Beanspruchung der Herz-Kreislauf-Funktion und der statischen Muskelkraft im Schultergürtel-Arm-Bereich. Die überwiegende Haltearbeit bedingt schnelle Ermüdung. Beim Bewegen von Lasten mit Hilfsmitteln (ohne menschlichen Antrieb), ---> Schieben/ Ziehen, ist, bezogen auf das Lastgewicht, die muskuläre Beanspruchung wesentlich geringer. Ergonomisch günstiger ist auch die überwiegend zu leistende dynamische Muskelarbeit.

Siehe auch
3 Körperteilbewegung,
5.1 Dauerbelastbarkeit und 5.2 Gleichgewicht.

Gestaltungshinweise:
Rollstuhltauglichkeit der Arbeitswege (Fahrstuhl, Rampen), rutschsichere Bodenbeläge, Beseitigung von Hindernissen, Hilfsmittel für Lasttransport, Orientierungshilfen für erheblich Sehbehinderte und Blinde.

2.1.1 Gehen/Steigen, ohne Last

Bewertung: (Z)
Dauer der Gehleistung bezogen auf die Arbeitsschicht.

2.1.2 Gehen/Steigen, mit Last

Bewertung: (H) (s)
Häufigkeit des Lasttransportes durch Tragen, Lastgewicht sowie Beschaffenheit der Last (Trageergonomie).

2.1.3 Schieben/Ziehen

Bewertung: (H) (s)
Häufigkeit der Lastbewegung durch Schieben oder Ziehen. Verwendung von Hilfsmitteln für den Lasttransport, Art des Hilfsmittels.

Differenzierung:

Die Differenzierung kann die Überwindung von Höhenunterschieden ---> Ebene, Treppe, die Beschaffenheit des Untergrundes ---> fest, eben, --- > uneben, lose, ---> rutschig, und das Vorkommen von ---> Hindernissen umfassen.

2.1.3.1 Schieben/Ziehen, Ebene

1. fest, eben
2. uneben, lose
3. rutschig

Bewertung: (A)
2.1.3.2 Schieben/Ziehen, schiefe Ebene

Bewertung: (A)
2.1.3.3 Schieben/Ziehen, Treppe, Hindernis

Bewertung: (A) (s)


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk 'Strukturierter Merkmalkatalog' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Homepage: https://www.bmas.de/DE/Service/Publikationen/publikationen.h...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

VT0137


Informationsstand: 22.10.1992

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