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Bibliographische Angaben zur Publikation

Schwerbehindert und Frau

Für Ute Schnur Grund genug, politisch tätig zu sein!



Autor/in:

Glasow, Margit


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

RehaTreff, 2009, 9. Jahrgang (Ausgabe 3), Seite 32-34, Ettlingen: Agentur Werner Schneider GmbH


Jahr:

2009



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Abstract:


Margit Glasow stellt die schwerbehinderte Kommunalpolitikerin Ute Schnur vor. Zuerst als Parteilose später als Mitglied der Grünen, setzt sie sich seit 1996 für die Belange der Hauptstadtbewohner im Bezirk Berlin Pankow ein.

1955 in der Deutschen Demokratischen Republik mit einer Infantilen Cerebralparese geboren, wuchs Ute Schnur als gleichberechtigtes Kind unter fünf Geschwistern auf. Ihre Erziehung zu einem selbstständigen und selbstbewussten Menschen mit eigener Meinung half ihr dabei ihren Weg zu gehen, ein Englisch-Studium zu absolvieren, sich alleine in einer eigenen Wohnung in Berlin niederzulassen und einen Job zu finden.

Nach der Wende setzt sie sich verstärkt in Behindertenvereinigungen ein und sammelt erste Erfahrungen auf kommunalpolitischem Terrain. 1996 als Bezirksverordnete gewählt, engagiert sich Ute Schnur besonders für die Interessen behinderter Menschen, Migration, Gleichstellung, Schule und Sport.

Ihre Arbeit in verschiedenen Ausschüssen blieb nicht ohne Folgen. Zum einen konnte Ute Schnur durchsetzen, dass ein hauptamtlicher Behindertenbeauftragter, der direkt dem Bürgermeister untersteht, für den Bezirk Pankow eingesetzt wird. Zum anderen konnte sie die Finanzierung der medizinischen Versorgung durch Therapeuten an Sonderschulen sichern und die vorgesehenen Einsparungen abwenden.

Ihr besonderes Engagement gilt der Barrierefreiheit. Denn trotz der Initiative Barrierefrei Berlin sieht Ute Schnur noch viele Probleme auf dem Weg zu einer Stadtplanung, die öffentliche Einrichtungen für jedermann zugänglich macht. Daher fordert sie, dass der Behindertenbeirat oder Behindertenbeauftragte rechtzeitig in die Planung und Durchführung von Baumaßnahmen miteinbezogen wird um mögliche Hindernisse von vorneherein aus dem Weg zu räumen. Nur so können die vom Behindertenbeirat aufgestellten Leitlinien für einen barrierefreien Bezirk umgesetzt und als bindende Richtlinien festgelegt werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Magazin RehaTreff
Homepage: http://rehatreff.de/rehatreff-aktuell/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0173/7685


Informationsstand: 28.10.2009

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