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Bibliographische Angaben zur Publikation

Weichen stellen! Wege zum betrieblichen Eingliederungsmanagement


Autor/in:

Faber, Ulrich


Herausgeber/in:

Institut zur Fortbildung von Betriebsräten (ifb)


Quelle:

Der Betriebsrat, 2007, 3. Jahrgang (Heft 2), Seite 9-11, Seehausen am Staffelsee: der betriebsrat, ISSN: 1614-7693


Jahr:

2007



Abstract:


Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) soll eine Hilfe für Langzeiterkrankte sein. Dr. Ulrich Faber erklärt, wie Betriebsräte die Weichen richtig stellen können. Auch heute noch geht mit Krankheit oder Behinderung oftmals eine Kündigung einher. Begründet wird dies mit Fehlzeiten und betrieblichen Folgekosten, aber nur selten wird gefragt, wie der Betrieb Arbeitsunfähigkeit vorbeugen kann.

Der Arbeitgeber ist seit dem 01.04.2004 dazu verpflichtet, ein Betriebliches Eingliederungsmanagement durchzuführen. Ziel des Betrieblichen Eingliederungsmanagements ist es, die Beschäftigung langzeiterkrankter Arbeitnehmer zu sichern. Grundsätzlich widersprechen auf Disziplinierung gerichtete Gespräche den Zielen des § 84 Absatz 2 Satz 1 SGB IX. Das Betriebliche Eingliederungsmanagement ist ein freiwilliges Angebot an die Betroffenen und soll ihnen helfen, mit Experten nach Wegen einer gesundheitsgerechten Arbeitsgestaltung zu suchen.

Betriebe sind gesetzlich dazu verpflichtet, das betriebliche Eingliederungsmanagement im Betrieb zu verankern. Dabei kommt den betrieblichen Interessenvertretungen eine aktive Rolle bei der Umsetzung zu. Der Arbeitgeber hat das betriebliche Eingliederungsmanagement gemeinsam mit dem Betriebsrat und eventuell der Schwerbehindertenvertretung durchzuführen. Im Mittelpunkt sollte vor allem die Einflussnahme auf die Qualität des Betrieblichen Eingliederungsmanagements stehen, wogegen sich nicht wenige Arbeitgeber wehren würden.

Nicht unwichtig ist außerdem, dass die Regelung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements als Gegenstand einer Integrationsvereinbarung angeführt ist. Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung können somit entscheidend Einfluss auf die Gestaltung der Arbeitsbedingungen im Betrieb nehmen. Zwar gibt es einige Elemente, die das Ziel des betrieblichen Eingliederungsmanagements sichern, doch wie es im Detail aussehen soll ist von den betrieblichen Verhältnissen abhängig.

Verstöße gegen § 84 Absatz 2 SGB IX können, wenn sich auch nicht bußgeldbewehrt sind, in einem Verfahren wichtig werden. Von Bedeutung ist ebenfalls, das Verfahren auf die angeführten Ziele auszurichten. Der Betriebsrat sollte hier für die notwendige Weichenstellung sorgen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


§ 167 SGB IX Prävention/Betriebliches Eingliederungsmanagement | REHADAT-Recht




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


DER BETRIEBSRAT - Die Zeitschrift für Betriebsräte in Deutschland
Homepage: https://www.ifb.de/der-betriebsrat

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0163/6068


Informationsstand: 05.03.2007

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