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Bibliographische Angaben zur Publikation

Disability Manager - Schlüsselfigur beim Betrieblichen Eingliederungsmanagement


Autor/in:

Schlichtmann, Kirsten


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die BG, 2009, 121. Jahrgang (Heft 9), Seite 411-414, Berlin: Schmidt, ISSN: 0723-7561


Jahr:

2009



Abstract:


Zu einem modernen betrieblichen Gesundheitsmanagement gehören außer der Eingliederung langfristig erkrankter Mitarbeiter auch präventive Maßnahmen, um vor Erkrankung zu schützen. Der Disability Manager und sein gut funktionierendes Netzwerk sind hier mit ihren Kompetenzen gefragt und tragen dazu bei, das Vertrauen der Mitarbeiter im Unternehmen zu stärken. Sein vorrangiges Ziel ist ein ganzheitliches betriebliches Eingliederungsmanagement einzuführen und zu lenken, sodass Prävention, Rehabilitation und Eingliederung im Sinne eines Gesundheitsmanagements umgesetzt werden können.

Der Disability Manager trägt Sorge dafür, dass ein langfristig erkrankter Mitarbeiter an seinen Arbeitsplatz zurückkehren kann. Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem betriebsinternen Netzwerk, bestehend aus Schwerbehindertenvertretung, Betriebsarzt, Betriebsrat und so weiter, können Erkrankungen schon im Voraus vermieden werden oder der Umgang mit der Einschränkung erleichtert werden. Ein externes Netzwerk, bestehend unter anderem aus Rentenversicherung, Krankenversicherung und Bundesagentur für Arbeit unterstützt den Disability Manager bei der Planung möglicher Maßnahmen und Finanzierungshilfen.

Durch diese Hilfe kann der Disability Manager geeignete Maßnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung treffen und für den Mitarbeiter die beste Lösung für eine Reintegration in die Arbeitswelt schaffen. Aber auch das Unternehmen profitiert von seiner Arbeit. Verringerte Fehlzeiten, sinkende Lohnfortzahlungen und Sozialversicherungsbeiträge steigern die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens, während wertvolles Wissen dem Betrieb erhalten bleibt und zu einem besseren Leistungsklima beiträgt. In Zeiten des demografischen Wandels gewinnen Fragen zur Prävention von chronischen Erkrankungen und Reintegration langfristig erkrankter Menschen in den Arbeitsalltag immer mehr an Bedeutung.

Der Disability Manager ist somit Teil eines Gesundheitsmanagements, das in der Betrieben immer mehr Anwendung finden wird. Die Ausbildung zum Disability Manager erfordert eine breite Qualifikation im Bereich der beruflichen Rehabilitation und richtet sich besonders an Betriebsärzte, Schwerbehindertenvertreter, Betriebsräte und Personalverantwortliche. Sie sollen als Ansprechpartner eine professionelle betriebliche Eingliederung garantieren. Die Grundausbildung umfasst 19 Module und behandelt neben medizinischen und rechtlichen auch betriebswirtschaftliche Themengebiete.

Der Austausch der Teilnehmer aus den unterschiedlichen Berufsgruppen ist zentrales Element der Ausbildung. Durch ihn können die Teilnehmer von den Erfahrungen der anderen profitieren und gut funktionierende Netzwerke aufbauen, die für ein erfolgreiches Eingliederungsmanagement zwingend erforderlich sind. Seit 2004 sind 700 Disability Manager ausgebildet worden. An einem Fallbeispiel erläutert die Autorin das Vorgehen des Disability Managers in der Praxis und beschreibt welche konkreten Aufgaben im Eingliederungsprozess auf ihn zukommen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Betriebliche Prävention (vormals BPUVZ, die BG)
Homepage: https://www.beprdigital.de/archiv.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0156/7676


Informationsstand: 04.11.2009

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