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Bibliographische Angaben zur Publikation

Psychische Belastung bei der Arbeit - effektive Prävention bedarf der Abstimmung


Autor/in:

Breutmann, Norbert


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die BG, 2007, Heft 1, Seite 44-46, Berlin: Schmidt, ISSN: 0723-7561


Jahr:

2007



Abstract:


Die Betrachtung psychischer Belastungen bei der Arbeit hat nicht zuletzt durch die europäische Rahmenvereinbarung der Sozialpartner zunehmend mehr Beachtung bekommen. Wichtige Voraussetzung zielgerichteter Präventionsansätze auf betrieblicher Ebene ist eine angemessene Herangehensweise und die Einsicht, dass kein Arbeitsplatz für jeden Arbeitnehmer optimal gestaltet werden kann.

Zu berücksichtigen sind darüber hinaus die Unterschiede individueller Beanspruchbarkeit. Um diese schwer greifbaren Spannungsfelder zu beeinflussen, bedarf es durchdachter Konzepte.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) fördert in Umsetzungsaktivitäten das Bewusstsein und das Verständnis für arbeitsbedingte psychische Fehlbelastungen. Ebenfalls unterstützend agieren die Berufsgenossenschaften, welche vor allem zielgerichtete Beratung durchführen.

Mit dem BDA-Symposium Psychische Belastung bei der Arbeit wurde ein konstruktiver Dialog mit den Berufsgenossenschaften und der BAuA begonnen. Bei dieser Veranstaltung wurde unter anderem die besondere Verantwortung der Aufsichtspersonen als Unterstützer bei der Ermittlung der psychischen Belastung und der Umsetzung von Präventionsmaßnahmen am Arbeitsplatz dargestellt.

Das zweite Symposium wurde unter dem Titel: Zielgerichtete Prävention - Psychische Belastung bei der Arbeit sicher erkennen und einordnen abgehalten. Es wurden die unterschiedlichen Erfahrungen zusammengetragen und angestrebt, die unterschiedlichen Konzepte anzugleichen. Auf dem Symposium wurde beispielsweise ein Screeningverfahren zur Erfassung psychischer Belastung vorgestellt sowie der Stand der Arbeitsgruppe Instrumente des HVBG-Fachausschusses Einwirkungen berichtet.

Ein weiteres Handlungsfeld ist die Weiterbildung der Aufsichtspersonen. Diese sollen in die Lage versetzt werden, den Betrieb auch im Hinblick auf das Erkennen etwaiger relevanter psychischer Belastungen zu beraten. Ergänzt wird der Leitfaden durch ein Qualifizierungskonzept für die Fortbildung von Aufsichtspersonen der gewerblichen Berufsgenossenschaften. Zurzeit wird dieser Leitfaden durch ein Qualifizierungskonzept für die Fortbildung der Aufsichtspersonen ergänzt. Das HVBG-Qualifizierungskonzept macht die Bereiche deutlich, die einen sensiblen Umgang mit der Thematik erfordern.

Beim Umgang mit dem Thema psychische Belastung ist die Frage der richtigen Zuordnung der Fragestellung und deren Relevanz von großer Bedeutung. Durch den Zuschnitt der Beratungsangebote können Einstiegsbarrieren vermieden werden. Ein einheitliches Bild geben die Berichterstattungen aus den verschiedenen Branchen ab.

Die Berufsgenossenschaften haben die zur Verfügung stehenden Instrumente fallbezogen zusammengestellt. Häufig werden dabei Komponenten unterschiedlicher Instrumente miteinander verknüpft. Diese Vorgehensweise soll einen problembezogenen Ansatz und den Einsatz einfach zu handhabender Instrumente ermöglichen.

Nach Ansicht der BDA sollten die Ansätze auf ihre Übertragbarkeit in andere Branchen überprüft werden. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Prävention von Gesundheitsgefährdung durch psychische Belastung auch zukünftig Anlass für kritische Diskussionen sein wird. Die unterschiedlichen Ansätze konkurrieren zwar miteinander, ergänzen sich allerdings auch in vielen Fällen. Die Bedeutung der Abstimmung aller Akteure wird von den zahlreichen positiven Erfahrungen belegt.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Betriebliche Prävention (vormals BPUVZ, die BG)
Homepage: https://www.beprdigital.de/archiv.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0156/6044


Informationsstand: 26.03.2007

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