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Bibliographische Angaben zur Publikation

Der Wegeunfall


Autor/in:

Becker, Peter


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die BG, 2011, 123. Jahrgang (Heft 10), Seite 462-467, Berlin: Schmidt, ISSN: 0723-7561


Jahr:

2011



Abstract:


Nachdem in den letzten Ausgaben der BG zunächst die Versicherungsfälle in der gesetzlichen Unfallversicherung allgemein und dann der Arbeitsunfall insbesondere erläutert wurden, folgt nun die angekündigte Darstellung des Versicherungsschutzes auf dem Weg nach und von der versicherten Tätigkeit, der so genannte Wegeunfall. Dieser ist von einigen Besonderheiten geprägt und von erheblicher praktischer Bedeutung, wie trotz insgesamt rückläufiger Zahlen diejenigen für 2010 belegen: Von insgesamt 223.973 Wegeunfällen waren 367 tödlich. Denn Wegeunfälle sind, weil es in der Regel Verkehrsunfälle sind, meistens schwere Unfälle.

Da der Wegeunfall ein Unterfall des Arbeitsunfalls ist, gelten für ihn die allgemeinen Voraussetzungen und Kausalerfordernisse wie für einen Arbeitsunfall. Bei deren Anwendung ist jedoch der Besonderheit des Wegeunfalls Rechnung zu tragen, dass mit ihm nicht in Teil der eigentlich versicherten Tätigkeit geschützt wird, sondern 'das Zurücklegen des mit der versicherten Tätigkeit zusammenhängenden unmittelbaren Weges nach und von dem Ort der Tätigkeit'.

Die für die Bejahung eines Arbeitsunfall notwendige Handlungstendenz des Versicherten muss bei einem Wegeunfall also darauf gerichtet sein, zur versicherten Tätigkeit hinzukommen oder diese zu verlassen. Wird der so versicherte Weg aus privaten Gründen unterbrochen oder ein Umweg gemacht, so sind diese eingeschobenen Verrichtungen mangels fehlenden sachlichen Zusammenhangs nicht versichert. Wird innerhalb von zwei Stunden auf den üblichen Weg zurückgekehrt, ist dieser dann wieder versichert.

Der Weg nach und von der versicherten Tätigkeit muss nicht von zu Hause aus angetreten werden oder dort enden. Es genügt als Start- beziehungsweise Zielpunkt auch ein so genannter dritter Ort, der aber als solcher nur anerkannt wird, wenn der Aufenthalt dort zumindest zwei Stunden gedauert hat beziehungsweise dauern sollte.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Betriebliche Prävention (vormals BPUVZ, die BG)
Homepage: https://www.beprdigital.de/archiv.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0156/0016


Informationsstand: 28.11.2011

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