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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wandel der Begutachtung der Arbeitsunfähigkeit im Medizinischen Dienst der Krankenversicherung Westfalen-Lippe

Teil 1: Symptomsbezogene Befragung mit Untersuchung als frühzeitiges Interventionsinstrument bei der Begutachtung der Arbeitsunfähigkeit - Fast-Track-Begutachtung



Autor/in:

Jonke, Jürgen; Knoblich, Stephan; Rieger, Martin [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2007, 103. Jahrgang (Heft 5), Seite 165-169, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490


Jahr:

2007



Abstract:


Die in spezifischen Servicezentren des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Westfalen-Lippe durchgeführte Fast-Track-Begutachtung der Arbeitsunfähigkeit hat sich als Steuerungsinstrument seit Einführung im Jahre 1997 durch eine belegbare hohe Effektivität bewährt. Diese hohe Effektivität konnte durch bewusste Beschränkung auf definierte Zielgruppen auf Grundlage der Begutachtungsanleitung Arbeitsunfähigkeit erreicht werden. Verfeinert wurde die Zielgruppenauswahl zwischenzeitlich durch den im Medizinischen Dienst der Krankenversicherung Westfalen-Lippe entwickelten und eingesetzten Algorithmus der Auswahlkriterien.

Insbesondere bei bestimmten vom Rechtsgeber definierten Zielgruppen ist eine möglichst frühzeitige Intervention Mittel der Wahl sowohl zum Fallabschluss als auch zur frühzeitigen Identifizierung eines möglichen Rehabedarfs, somit insgesamt der Vermeidung von Langzeitarbeitsunfähigkeit. Die Effektivität ist von der optimalen Fallauswahl durch die Krankengeld-Fallmanager der Krankenkassen ebenso abhängig wie von der qualifizierten Fallberatung mit Bestätigung der Zielgruppe durch den vorberatenden Sozialmediziner des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung.

Das Instrument einer körperlichen Inaugenscheinnahme mit lokal bezogener Untersuchung und Befragung ist bezogen auf die anvisierten Zielgruppen sozialmedizinisch adäquat und mittlerweile von einer hohen Akzeptanz aller Beteiligten getragen bei belegbar geringer Widerspruchsquote.

Kennzeichnend für die Fast-Track-Begutachtung der Arbeitsunfähigkeit sind: frühzeitige Identifikation, frühzeitige Intervention und standardisierter Begutachtungsprozess unter Vermeidung zeitlicher Verzögerungen mit umgehender Information an die auftraggebenden Krankenkassen und die Vertragsärzte, die Arbeitsunfähigkeit festgestellt haben.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


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Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
Homepage: https://www.medsach.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0151/6324A


Informationsstand: 10.10.2007

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