Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Die Unsicherheit der Prognose in der ärztlichen Begutachtung

Aus juristischer Sicht



Autor/in:

Feldmann, Merve


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2005, 101. Jahrgang (Heft 2), Seite 68-70, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490


Jahr:

2005



Abstract:


Da Arbeitsunfähigkeitzeiten durch eine Vielzahl von Faktoren bedingt sein können, die ihre Ursache im persönlichen und betrieblichen Lebensbereich der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers haben und sich jederzeit ändern können, ist die Vorhersage künftiger Fehlzeiten mit einer großen Unsicherheit belastet.

Die Prognose ist allein durch ärztliche Sachverständigengutachten häufig nicht zu klären. Steht nicht zweifelsfrei fest, dass ein Krankheitsgeschehen ausgeheilt ist und legt eine Vielzahl von Erkrankungen eine besondere gesundheitliche Anfälligkeit der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers nahe, gegebenenfalls in Form einer Somatisierungsstörung, so erscheint es angezeigt, ihm die Darlegungslast aufzuerlegen, welche Änderungen denn vor Zugang der Kündigung in seinem sozialen Umfeld eingetreten sind, die Rückgang seiner Fehlzeiten erwarten lassen.

Gibt es solche Änderungen nicht, wird die Frage der Prognose nach allgemeinen Plausibilitätsgesichtspunkten durch das Gericht zu beantworten sein.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
Homepage: https://www.medsach.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0151/0138J


Informationsstand: 13.04.2005

in Literatur blättern