Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Ärztliche Begutachtung im Spannungsfeld von Quantität und Qualität - aus Sicht des MDK


Autor/in:

Nüchtern, Elisabeth


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2015, 111. Jahrgang (Heft 3), Seite 108-113, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490


Jahr:

2015



Abstract:


Das Spannungsfeld von Qualität und Quantität prägt auch die ärztliche Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Spannungserfahrungen können ethische Fragen provozieren. Wie handelt man richtig angesichts eventuell konkurrierender Quantitäts- und Qualitätsanforderungen? Die Frage wird bezüglich der versichertenbezogenen Begutachtung des MDK im Auftrag gesetzlicher Krankenkassen aus drei verschiedenen Perspektiven betrachtet, nach einem einleitenden Blick auf die Entwicklung der Auftragsvolumina und des Qualitätsmanagements im MDK.

Auf der Mikro-Ebene:
Welche Erwartungen an Qualität und Quantität bestehen auf der Ebene der unmittelbar beteiligten Personen? Welche Gestaltungsmöglichkeiten haben ärztliche Gutachter diesbezüglich?

Auf der Makro-Ebene:
Was bedeutet der gesellschaftliche Auftrag an den MDK für die Anforderungen an Qualität und Quantität? Wie beeinflussen Gesetzgeber, (Sozial-)Richter und andere Akteure Quantität und Qualität der Begutachtung?

Auf der Meso-Ebene:
Wie können die Qualitäts- und Quantitätsanforderungen institutionell vermittelt werden?

Sozialmedizinische Gutachter und der MDK können auf der Mikro- und Meso-Ebene Qualität und Quantität beeinflussen. Dem dienen insbesondere der gezielte Einsatz des MDK bei Auffälligkeiten, sei es um festzustellen, welcher Leistungen ein versicherter Patient bedarf, oder um fehlerhafte Leistungsabrechnungen zu identifizieren, außerdem eine gestufte Bearbeitung, bei der sich der Aufwand an den jeweiligen Erfordernissen ausrichtet. Wie viele Stellungnahmen des MDK geboten sind, wird auch auf der Makro- Ebene bestimmt. Fehlen beispielsweise Anreize für eine korrekte Abrechnung erbrachter stationärer Leistungen, bleibt der diesbezügliche Begutachtungsbedarf hoch - dadurch wird es in anderen Begutachtungsbereichen schwieriger, Quantität und Qualität in Einklang zu bringen. Für eine positive Gestaltung des Spannungsfelds von Qualität und Quantität sind alle drei Handlungsebenen von Bedeutung.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Weitere Beiträge zu 'Ärztliche Begutachtung im Spannungsfeld von Qualität und Quantität'




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
Homepage: https://www.medsach.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0151/0086x03


Informationsstand: 08.05.2015

in Literatur blättern