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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wer hat Angst vor dem Persönlichen Budget?

Uwe F. und seine Erfahrungen mit personenbezogener Hilfe



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Deutsche Epilepsievereinigung e.V.


Quelle:

Einfälle, 2006, 25. Jahrgang (Nummer 100), Seite 17-18, Berlin: einfälle, ISSN: 0177-2716


Jahr:

2006



Abstract:


Durch das Persönliche Budget werden Entscheidungskompetenzen auf die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen verlagert. Dabei erleben Betroffene immer wieder, dass die Krankenkassen das Persönliche Budget scheuen. Uwe F. aus Kassel erlebte dies bei der eigenständigen Beschaffung eines neuen Rollstuhls.

Der 48-Jährige brauchte dringend einen neuen Elektrorollstuhl und da er bereits klare Vorstellungen hatte, begann er selbst zu recherchieren und setzte sich bei seiner Krankenkasse dafür ein, den Rollstuhl selbst bei der Herstellerfirma zu beschaffen. Dies würde der Krankenkasse sowohl Mühe als auch Kosten sparen, so Frevert zur Motivation seiner Bemühungen.

F., der den Rollstuhl im Rahmen des Persönlichen Budgets abwickeln wollte, stellte den Antrag bei seiner Krankenkasse, die jedoch ablehnte, die Beschaffung des Hilfsmittels im Rahmen eines Persönlichen Budgets nach dem Sozialgesetzbuch anzuerkennen.

Aufgrund der Eilbedürftigkeit wurde F. zwar das Geld überwiesen, die Anerkennung als Persönliches Budget wurde jedoch verwehrt. Im Schreiben der Krankenkasse heißt es, dass durch die Zahlung als Persönliches Budgets eine Nachzahlungsverpflichtung entfällt, sollte der Gesamtbetrag nicht ausreichend sein. Deshalb sei die Anschaffung solcher teuren Hilfsmittel, die alle fünf bis zehn Jahre anfallen, nicht für ein Budget geeignet.

Nach Meinung von F. passe dieses Verhalten seitens der Krankenkasse nicht zu den derzeit geführten Diskussionen über Kosteneinsparungen im Gesundheitssystem. Außerdem solle das Wahlrecht für Persönliches Budget endlich auch zum Standardangebot von Krankenkassen gehören.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Einfälle - Mitgliederzeitschrift der Deutschen Epilepsievereinigung
Homepage: https://www.epilepsie-vereinigung.de/wir/mitgliederzeitschri...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0148/0009


Informationsstand: 08.01.2007

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