Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Zusammenarbeit zwischen dem Integrationsfachdienst und Krankenkassen?!


Autor/in:

Schartmann, Dieter


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung e.V. (BAG UB)


Quelle:

Impulse, 2007, Nummer 41/42 (Ausgabe 1/2), Seite 20-21, Hamburg: Eigenverlag, ISSN: 1434-2715


Jahr:

2007



Link(s):


Link zu 'Impulse' Nummer 41/42 (PDF | 1,60 MB)


Abstract:


Einleitung:

Nach einer längeren Erkrankung an den Arbeitsplatz zurückzukehren kann für viele Menschen eine belastende Situation darstellen. Neben den Unsicherheiten, ob man den Belastungen des Arbeitsalltags wieder gewachsen ist, stehen für viele Menschen auch soziale Fragen im Vordergrund.

Das Ziel des Modellversuchs, den das Integrationsamt Köln und die AOK Rheinland im Jahr 2005 gestartet hat, ist die Unterstützung von schwerbehinderten Menschen und deren Arbeitgebern, um eine schnellstmögliche und damit dauerhafte Rückkehr an den Arbeitsplatz zu ermöglichen.

Das Integrationsamt Köln hat zur Durchführung dieser Aufgaben den Integrationsfachdienst beauftragt. In zwei ausgewählten Modellregionen (Stadt Köln und Rhein-Erft-Kreis) wurde das Modell exemplarisch durchgeführt. Zielgruppe waren seelisch behinderte Menschen mit einem Schwerbehindertenausweis, die über einen Arbeitsplatz verfügen und die im Krankengeldbezug stehen.

Die Krankengeldcoaches der AOK und die MitarbeiterInnen des Integrationsamtes sollen durch frühzeitige und verstärkte Vernetzung eine Verbesserung des Übergangs vom Krankengeld an den alten Arbeitsplatz fördern.

Verlauf und Ergebnis:

An dem Projekt haben insgesamt 24 Personen teilgenommen (vier weiblich, 20 männlich) von denen 17 längerfristig betreut wurden. 75 Prozent der Teilnehmer waren lebenserfahrene Menschen in dem Altersegment zwischen 40 und 60. Die Behinderungsarten beschränkten sich nicht nur auf seelisch Behinderte, sondern auch körperlich Behinderte sowie Menschen mit einer Mehrfachbehinderung nahmen teil.

Als Auftrag an den IFD wurde überwiegend die nachhaltige Rückkehr an den alten Arbeitsplatz formuliert, des weiteren aber auch die Klärung der beruflichen Perspektive oder eine Arbeitserprobung.

Der IFD hat mit den 17 längerfristig betreuten Menschen insgesamt 148 Beratungsgespräche geführt, die Folgendes zum Gegenstand hatten:
- Informationen zu Fördermöglichkeiten
- Hinweise zum Rentenverfahren
- Unterstützung bei der Widerspruchsformulierung
- Betriebsbegehung
- Bewerbungsunterstützung
- Fachdienstliche Stellungnahme zum Rentenantrag
- Kriseninterventionen

Mit Arbeitgebern wurden insgesamt 43 Gespräche geführt, die Folgendes zum Gegenstand hatten:
- Information behinderungsbedingte Einschränkungen und Fähigkeiten
- Informationen über das Verfahren zur stufenweisen Wiedereingliederung (§ 28 SGB IX)

Zum Ende des Modellprojekts lagen folgende Ergebnisse vor:
- erfolgreiche Wiedereingliederung: 7
- Beendigung des Arbeitsverhältnisses: 4
- Rentenantrag: 2
- Offene Situation: 4

Die Ergebnisse zeigen, dass mit Hilfe der Unterstützung durch den Integrationsfachdienst und eine frühzeitige Vernetzung mit den Krankencoaches eine effektive Hilfe möglich ist. Diese führt zwar nicht immer zum gesetzten Ziel (Erfolgreiche Eingliederung), aber vielfach hilft die Klärung der beruflichen Situation allen Beteiligten, eine manchmal als unbefriedigend empfundene Situation zu überwinden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Fachmagazin Impulse
Homepage: https://www.bag-ub.de/impulse

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0141/6281


Informationsstand: 20.09.2007

in Literatur blättern