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Bibliographische Angaben zur Publikation

Nur wer sich bewegt, kommt auch voran! Die Werkstatt für behinderte Menschen im Umbruch

Dritter Alternativer Werkstättentag vom 16.-19. November im Köln



Autor/in:

Wendt, Sabine


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung e.V. (BAG UB)


Quelle:

Impulse, 2006, Nummer 40 (Ausgabe 4), Seite 23-25, Hamburg: Eigenverlag, ISSN: 1434-2715


Jahr:

2006



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Abstract:


Rund 200 behinderte Mitarbeiter aus Werkstätten für behinderte Menschen trafen sich zum 3. alternativen Werkstättentag in Köln. Am ersten Tag wurde eine Diskussion zum Thema 'Von der Werkstatt auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt' geführt.

Auf dem Podium saßen die Bundesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen, Karin Evers-Meyer, Dr. Peter Mozet (Bundesministerium für Arbeit und Soziales), Hubert Hüppe (Behindertenbeauftragter der CDU/CSU- Bundestagsfraktion), Jörg Rhode (Behindertenbeauftragter der FDP-Bundestagsfraktion) und Dr. Ilja Seifert (Experte für Behindertenpolitik, Fraktion DIE Linke.). Frau Evers-Meyer berichtete, dass ihr bei der Verabschiedung der UN-Konvention gegen Diskriminierung von behinderten Menschen vorgehalten worden sei, dass das deutsche Schulsystem mit seinen acht verschiedenen Sonderschultypen behinderte Menschen ausgrenze.

Herr Mozet räumte ein, dass trotz gesetzlicher Regelungen der Einsatz von Integrationsfachdiensten als Integrationsbegleiter auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in Schulen nicht funktioniere. Als Grund nannte er, dass die Bundesagentur für Arbeit nicht die notwendigen finanziellen Ressourcen hierfür zu Verfügung stellen würde.

Herr Hüppe wies darauf hin, dass die Servicestellen ihre Beratungsaufgaben beim Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt nicht wahrnehmen würden und kritisierte die mangelhafte Finanzierung von Integrationsbetrieben. Herr Seifert kritisierte außerdem, dass Werkstätten selbst zu wenig Werkstattbeschäftigte als Arbeitnehmer einsetzten und machte deutlich, dass Außenarbeitsplätze kein Ersatz für eine Integration auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt seien.

Anschließend bewerteten Stefan Hirsch, stellvertretender Geschäftsführer der BAG WfbM und Bernd Finke, Geschäftsführer der BAG überörtlicher Sozialhilfeträger (BAGüS) ihre Sicht der Verbesserung des Übergangs von der Werkstatt auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt. Später wurden erfolgreiche Übergangsprojekte präsentiert und die Erfahrungen in Arbeitsgruppen ausgewertet.

Das Thema des zweiten Tages war die Finanzierung des Übergangs. Es wurden die Finanzierungsinstrumente für den Übergang vorgestellt und berichtet, wie das Persönliche Budget hierfür genutzt werden kann.

Über das Budget für Arbeit als Landesmodellprojekt berichtete Klaus Peter Lohest, Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz. Weiterhin berichtete Dr. Helga Seel, Leiterin des Integrationsamtes beim Landschaftsverband Rheinland, über die Hilfen der Integrationsämter.

Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW warb anschließend für ein Kombi-Lohnmodell als Chance zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Nachmittags tagten Arbeitsgruppen unter anderem zu den Themen Arbeitnehmerähnliches Rechtsverhältnis: Mogelpackung oder mehr? und Das Persönliche Budget - wie kann es von Werkstattbeschäftigten sinnvoll genutzt werden?

Der dritte Tag stand unter dem Thema: Die Rolle der Werkstätten auf dem Weg zur beruflichen Integration behinderter Menschen, fördernd oder hemmend? Zum Abschluss des 3. Alternativen Werkstättentages verabschiedeten die Teilnehmer die Deutzer Erklärung.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Fachmagazin Impulse
Homepage: https://www.bag-ub.de/impulse

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0141/6121


Informationsstand: 25.07.2007

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