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Bibliographische Angaben zur Publikation

Chance24 - Berufliche Bildung für behinderte Menschen in WfbM


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung e.V. (BAG UB)


Quelle:

impulse, 2006, Nummer 37 (Ausgabe 1), Seite 23, Hamburg: Eigenverlag, ISSN: 1434-2715


Jahr:

2006



Link(s):


Ganzen Text lesen (in: Impulse 01.2006) (PDF | 1,1 MB)


Abstract:


Chance24 ist ein neuartiger Qualifizierungsgang in Werkstätten für behinderte Menschen. 24 TeilnehmerInnen aus 4 Werkstätten für behinderte Menschen in Hamburg qualifizieren sich seit über einem Jahr in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes.

Chance24 ist ein Gemeinschaftsprojekt der vier Hamburger Werkstätten für Menschen mit Behinderung: alsterarbeit gGmbH, Elbe-Werkstätten-GmbH, Hamburger Werkstatt GmbH, Winterhuder Werkstätten. Als erstes Projekt bieten sie für die Zielgruppe der Werkstattbeschäftigten eine Qualifizierung nach § 69 Berufsbildungsgesetz an. Die Qualifizierung eröffnet den Werkstattbeschäftigten Chancen zur beruflichen Integration in den ersten Arbeitsmarkt. Es können bis zu zehn Qualifizierungsbausteine in vier unterschiedlichen Berufsfeldern absolviert werden. Die Berufsfelder sind gut ausgewählt, besteht doch gerade im Gastronomie-Bereich ein Arbeitskräftemangel. Die Werkstattbeschäftigten können zwischen Gastronomie-Küche, Gastronomie-Service. Hotel-Service und Einzelhandel wählen.

Qualifizierung und Zertifizierung
Die Qualifizierung erfolgt in Zusammenarbeit mit Hamburger Betrieben, die wohnortnah gefunden wurden. Die Anleitung vor Ort erfolgt durch die Fachkräfte der Werkstätten. Berufsbegleitender Blockunterricht vertieft die Unterrichtsinhalte und ist individuell auf die Fähigkeiten der TeilnehmerInnen abgestimmt. Die TeilnehmerInnen erhalten durch die Handelskammer Hamburg bestätigte Zertifikate für die absolvierten Qualifizierungsbausteine. Dafür bleibt Zeit bis November 2006 und wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, der Bundesagentur für Arbeit sowie der Freien und Hansestadt Hamburg.

Zielgruppe
Das Projekt richtet sich vor allem an Menschen mit geistiger Behinderung im Grenzbereich zur Lernbehinderung: Menschen, die nicht im hohen Maße auf begleitende Hilfe angewiesen sind, jedoch über gängige, standardisiert verlaufende Maßnahmen nicht qualifizierungs- beziehungsweise ausbildungsfähig sind.

Zielgruppe sind AbsolventInnen von Förderschulen, Integrationsklassen, Sonderschulen sowie MitarbeiterInnen aus dem Produktionsbereich mit Anspruch auf Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen.

Qualitätsmanagement:
In Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg, Fachbereich Erziehungswissenschaften, wurde im Juni 2005 eine Befragung der TeilnehmerInnen des Projektes durchgeführt. Ziel war, die Zufriedenheit der TeilnehmerInnen mit dem Angebot von Chance 24 zu erkunden, betreffend die Praxisqualifizierung, die Anleitung, den Blockunterricht und den Berufsschulunterricht. Außerdem sollten Verbesserungsvorschläge der Befragten in die weitere konzeptionelle Entwicklung des Projektes einfließen.

Chance24 in der Öffentlichkeit
In der Vergangenheit hat sich das Projekt einer Fachöffentlichkeit zu verschiedenen Anlässen vorgestellt: Im April 2005 begeisterten unsere TeilnehmerInnen beim Europatag in Hamburg die Besucher mit Häppchen und Kaffeeausschank und zeigten damit, was sie im Bereich Gastronomie-Service und Gastronomie-Küche bisher gelernt haben. Dies wurde auf dem Fachkongress der LAG der Werkstätten für behinderte Menschen im September wiederholt. Außerdem hat sich das Projekt dort mit einem Fachvortrag und Diskussion vorgestellt - ebenso wie auf dem Fachforum Berufliche Bildung in der WfbM am 8. Juli 2005 in Marburg.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Projekt Chance 24 - Berufliche Bildung für behinderte Menschen in WfbM




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


impulse - Fachmagazin
Homepage: https://www.bag-ub.de/veroeffentlichung/typ/958

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0141/0117


Informationsstand: 09.02.2021

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