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Bibliographische Angaben zur Publikation

Integrationsfachdienste im Netzwerk zur Teilhabe am Arbeitsleben

Sozialgesetzbuch IX und Integration in Arbeit; Überarbeiteter Vortrag zur Konferenz Frische Brise oder Gegenwind?, 18.-20.03.2002 in Bad Boll



Autor/in:

Bungart, Jörg


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung e.V. (BAG UB)


Quelle:

impulse, 2002, Nummer 22 (Ausgabe Mai), Seite 12-22, Hamburg: Eigenverlag, ISSN: 1434-2715


Jahr:

2002



Link(s):


Ganzen Text lesen (in: Impulse 02.2002) (PDF | 1,2 MB)


Abstract:


Am 1.07.2001 trat das SGB IX in Kraft. Sein Hauptzweck war es, adäquate neue Lösungen für Probleme bei der beruflichen Integration behinderter Menschen zu entwickeln und die Selbstbestimmung behinderter Menschen zu stärken. Mit dem neuen Recht ist gleichzeitig Anlass wie Möglichkeit gegeben, integrative Maßnahmen und Instrumente zur Umsetzung von Gleichstellung und Teilhabe behinderter Menschen zu fördern.

Der Artikel gibt einen Überblick über die ersten eineinhalb Jahre der Anwendung des neuen Gesetzes. Es wird aufgezeigt, was bisher in der Integrationsarbeit erreicht worden ist und welche Hemmnisse bei der beruflichen Eingliederung und Stabilisierung immer noch bestehen und abgebaut werden müssen. Auch die bisherigen Erfahrungen in der Integrationsarbeit vor Inkrafttreten des SGB IX reflektiert der Autor und entwickelt anhand dieser Zukunftsperspektiven. Ebenso will er Schwachpunkte aufzeigen und auf Notwendigkeiten zur Verbesserung hinweisen. Nach seiner Ansicht sind die Integrationsfachdienste (IFD) Dreh- und Angelpunkt der beruflichen Integration und Teilhabe. Deren Aufgabe ist die Vernetzung von Einrichtungen zur beruflichen Integration. Doch wird bisher das in ihnen liegende Potenzial nicht voll genutzt.

Um die Aufgaben der IFD zu verdeutlichen, gibt Bungart einen historischen Abriss über die Entstehung dieser Einrichtungen. Als Orientierung für einen vorbildlichen Aufbau der Dienste stellt er außerdem die Integrationsfachdienste der USA vor, welche schon lange in der europäischen Integrationsarbeit als maßgebend gelten. Der Focus des Textes ist jedoch auf das Schwerbehindertenrecht des SGB IX gerichtet, in dem die Aufgaben der Integrationsfachdienste festgelegt sind. Zusätzlich ist dort der Rechtsanspruch auf Arbeitsassistenz, betriebliche Integrationsvereinbarungen und Integrationsprojekte geregelt.

Die Arbeitsschwerpunkte der Fachdienste belaufen sich auf die Betreuung von behinderten Menschen mit einem 'besonderen Bedarf an arbeits- und berufsbegleitender Betreuung' (SGB IX). Für diese Personengruppe werden folgende Leistungen angeboten: das Erstellen eines individuellen Fähigkeits-, Leistungs- und Interessenprofils, Erschließung eines geeigneten Arbeitsplatzes auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, Vorbereitung schwerbehinderter Menschen auf vorgesehene Arbeitsplätze, Begleitung schwerbehinderter Menschen am Arbeitsplatz, Beratung und Information von Mitarbeitern im Betrieb oder in der Dienststelle, Nachbetreuung, Krisenintervention und psychosoziale Betreuung. Außerdem sind die IFD die Ansprechpartner für die Arbeitgeber.

Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, brauchen die Integrationsfachdienste nach Ansicht des Autors Handlungsspielraum, der momentan noch nicht verwirklicht ist und somit weiter ausgebaut werden muss. Diese Autonomie muss vor allem folgende Bereiche umfassen: die Clearingstelle, also die individuelle Klärung zur Berufseignung; des Weiteren auf die 'Schnittstellenfunktion', die eine funktionsangemessene Vernetzung mit relevanten Partnern des Reha-Systems zur Optimierung von Effektivität und Effizienz der Eingliederung umfasst. Schließlich ist der Bereich des Qualitätsmanagement bedeutend, der die Qualitätssicherung bezüglich von Vermittlung und begleitenden Hilfen in Abstimmung mit den üblichen Prozessen vornehmen soll. Dies sind die Rahmenbedingungen für ein effizientes und sicheres System, welches Teilhabe am Arbeitsleben und Selbstbestimmung ermöglicht.

Im Anschluss des Textes findet sich ein ausführliches Literaturverzeichnis zum Thema.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


impulse - Fachmagazin
Homepage: https://www.bag-ub.de/veroeffentlichung/typ/958

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0141/0060


Informationsstand: 16.02.2021

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