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Bibliographische Angaben zur Publikation

Das Berufsbildungswerk - Ausbildungsstätte für junge Menschen mit Behinderungen und Einsatzort für Ergotherapeuten


Autor/in:

Hake, Uta; Poos, Anita


Herausgeber/in:

Borgmann, Dieter


Quelle:

praxis ergotherapie, 2007, 20. Jahrgang (Heft 6), Seite 321-326, Dortmund: Verlag modernes lernen, ISSN: 0932-9692


Jahr:

2007



Abstract:


Berufsbildungswerke sind überregionale Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation, die jungen Menschen mit Behinderungen eine qualifizierte berufliche Erstausbildung bieten. Dort werden Jugendliche und junge Erwachsene betreut, die aufgrund der Art und Schwere ihrer Behinderung auf besondere medizinische, psychologische, pädagogische und soziale Hilfen angewiesen sind und eventuell eine Internatsunterbringung benötigen.

Ziel ist es, ihnen durch eine qualifizierte Berufsausbildung eine zukünftige Berufstätigkeit zu ermöglichen. Die gesetzliche Basis bildet das SGB IX, das die Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen regelt. Kostenträger ist meistens die Bundesagentur für Arbeit und für die Berufsschule das jeweilige Bundesland.

Uta Hake und Anita Poos stellen das Berufsbildungswerk (BBW) Annastift Leben und Lernen gGmbH vor. Dort gibt es folgende Lernbereiche:

- Berufsabklärende sowie berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen
Dazu gehören eine Berufsfindungsmaßnahme von in der Regel 60 Arbeitstagen sowie die Arbeitserprobung von 20 Tagen.
- Ausbildungsbereiche (inklusive Berufsschule)
Nach erfolgreichem Abschluss der vorberuflichen Phase werden für die einzelnen Teilnehmer Empfehlungen für eine bestimmte Ausbildung ausgesprochen und die Ausbildung nach Vorschrift des Berufsausbildungsgesetzes und der Handwerksordnung durchgeführt. Zur Auswahl stehen Berufsausbildungen in Wirtschaft und Verwaltung, in Metalltechnik beziehungsweise als Technischer Zeichner, in Elektrotechnik, Hauswirtschaft, Textilbereich sowie im Orthopädiebereich.
- Das Wohnen (Internatsunterbringung)
Im Internat erhalten die Auszubildenden eine individuelle Betreuung durch sozialpädagogische Mitarbeiter.

Durch die Vielfalt an Krankheiten, Behinderungsarten und unterschiedlichen Einschränkungen der im Annastift betreuten Personen sowie der vielen Ausbildungsmöglichkeiten sind viele individuelle Förderpläne nötig. Diese individuelle Gestaltung und Durchführung der Maßnahmen erfolgt durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdienste und Fachkräfte. Diese Kooperation im Fachbereich Soziales besteht unter anderem aus Mitarbeitern der Berufsbildungswerke selbst sowie aus Ärzten und Ergotherapeuten.

Im Hinblick auf die individuelle Arbeitsplatzgestaltung kann auch während der Ausbildung der Einsatz von Hilfsmitteln oder Technischen Arbeitshilfen notwendig werden. Deshalb sind verschiedene Arbeitshilfen für die jeweiligen Ausbildungszweige vorhanden; so für Bürotätigkeiten unter anderem Geräte wie Elektrolocher und Kopfhörer und für die Computerarbeit zum Beispiel Mouse-Simulatoren oder ein portables Kamerasystem. Insgesamt ist die Betreuung im Annastift auf ein breites Spektrum an Behinderungen und Berufen ausgerichtet. Entsprechend können viele junge Menschen mit Einschränkungen hier gefördert werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Berufsbildungswerk im Annastift | REHADAT-Adressen




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


praxis ergotherapie - Fachzeitschrift für Ergotherapie
Homepage: https://www.verlag-modernes-lernen.de/zeitschriften/praxis-e...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0139/6441


Informationsstand: 19.12.2007

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