Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Case Management in der Rehabilitation von Unfallopfern

Der Weg zurück ins Leben



Autor/in:

Notter, Stefanie


Herausgeber/in:

Borgmann, Dieter


Quelle:

praxis ergotherapie, 2007, 20. Jahrgang (Heft 3), Seite 137-142, Dortmund: Verlag modernes lernen, ISSN: 0932-9692


Jahr:

2007



Abstract:


Dank verbesserter Fahrzeugtechnik kommt es bei schweren Unfällen seltener zu Todesfällen, allerdings sind schwere Personenschäden nach wie vor keine Seltenheit. Bis Mitte der 90er Jahre bestand für die Haftpflichtversicherer keine Möglichkeit der aktiven Steuerung des Verlaufs der Rehabilitation. Sie waren lediglich Kostenträger.

Die Zuständigkeit lag in der Hand der öffentlich-rechtlichen Träger, wobei auf einen Betreuer nicht selten hundert Ratsuchende kamen. Auch der immense Verfahrensaufwand war für die Verletzten eine enorme Belastung und so ist oft viel Zeit zwischen Antragstellung und den Maßnahmen vergangen. Abhilfe schaffen sollte ein Verfahren, dass die Betroffenen selbst steuern und das alle beteiligten Personen aufeinander abstimmt. Mit dem Case Management ist das möglich.

Das Case Management hat in der Rehabilitation in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Mit diesem Wachstum geht auch eine Professionalisierung einher, die unter anderem an Leitlinien und Zertifizierungsverfahren deutlich wird.

Beim aktiven Rehabilitationsmanagement wird der Verletzte von Beginn an von einem persönlichen Ansprechpartner begleitet. Dieser sorgt für die bestmögliche Versorgung des Unfallopfers. Außerdem sucht er mögliche Arbeitgeber, unterstützt bei Bewerbungsgesprächen und berät bei Umschulungen und Umbaumaßnahmen.

Das Case Management ist in sechs Stufen eingeteilt:

Im ersten Schritt werden die Versicherer bei der Identifikation der geeigneten Fälle unterstützt.

Die möglichst vollständige Erfassung und Beurteilung der Lebenssituation einer Person wird im zweiten Schritt angestrebt. Hierzu gehören Beschreibung, Analyse und Bewertung des Ist-Zustandes. Diese Daten werden dann in standardisierter Berichtsform erfasst.

Auf dieser Grundlage werden dann im dritten Schritt mögliche Ziele vereinbart und ein individueller Versorgungsplan erstellt.

Die Umsetzung des Versorgungsplans ist auf der vierten Stufe vorgesehen.

Auf der fünften Stufe, der Monitoring Phase, werden mögliche Qualitätsmängel im Prozess der Rehabilitation erkannt.

Die sechste Stufe sieht eine Evaluation vor. Der Fall wird hier nach und während des Rehabilitationsprozesses dokumentiert.

Abschließend führt der Autor einige Fallbeispiele an.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


praxis ergotherapie - Fachzeitschrift für Ergotherapie
Homepage: https://www.verlag-modernes-lernen.de/zeitschriften/praxis-e...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0139/6177


Informationsstand: 31.07.2007

in Literatur blättern