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Bibliographische Angaben zur Publikation

Zum Nutzen mikroprozessorgesteuerter Prothesenkniegelenke bei eingeschränkten Außenbereichsgehern

Eine systematische Analyse der Literatur



Autor/in:

Kannenberg, Andreas; Zacharias, Britta; Pröbsting, Eva


Herausgeber/in:

Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT)


Quelle:

Orthopädie-Technik, 2015, 66. Jahrgang (Heft 2), Seite 18-29, Dortmund: Orthopädie-Technik, ISSN: 0340-5591


Jahr:

2015



Abstract:


Der Nutzen mikroprozessorgesteuerter Prothesenkniegelenke (MPK) für uneingeschränkte Außenbereichsgeher (Aktivitätsklasse 3) mit Oberschenkelamputation ist in der wissenschaftlichen Literatur gut belegt. Die systematische Übersichtsarbeit der veröffentlichten Studien mit MPK bei eingeschränkten Außenbereichsgehern (Aktivitätsklasse 2) hat nun den Nutzen von MPK in den Bereichen Sicherheit des Prothesengebrauchs, leistungsbasierte Funktionalität und Mobilität sowie wahrgenommene Funktionalität und Zufriedenheit mit der Prothese in dieser weniger leistungsfähigen Patientengruppe analysiert.

Zehn wissenschaftliche Literaturdatenbanken wurden nach entsprechenden Veröffentlichungen über klinische Studien durchsucht. Es konnten insgesamt sechs Publikationen über vier Studien mit MPK bei 57 Patienten der Aktivitätsklasse 2 identifiziert und analysiert werden. Nach den Kriterien eines Cochrane-Reviews zu Prothesenpassteilen wurde die methodische Qualität von vier Artikeln als mittel und von zwei Publikationen als gering eingestuft.

Die Analyse der Studien, die alle mit dem C-Leg und/ oder dem C-Leg Compact durchgeführt wurden, ergab eine signifikante Verringerung der Stürze von eingeschränkten Außenbereichsgehern um bis zu 80 % und eine signifikante Verbesserung von Indikatoren für das Sturzrisiko bei Verwendung eines MPK. Die leistungsbasierten Testparameter zeigten, dass ein MPK die Patienten der Aktivitätsklasse 2 befähigen kann, in der Ebene ca. 14 bis 25 %, auf unebenem Untergrund etwa 20 % und Rampen herunter bis zu 30 % schneller zu gehen. Darüber hinaus können die Patienten auch Aktivitäten besser bewältigen, die eigentlich typisch für die Aktivitätsklasse 3 sind.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Do limit community ambulators benefit from using microprocessor controlled prosthetic knees?

A systematic analysis of clinical trials

Abstract:


Clinical research has established the benefits of microprocessor controlled prosthetic knees (MPK) in community ambulators with an above-knee amputation (AKA). We performed a systematic analysis of published clinical trials with MPKs in the population of limited community ambulators to evaluate potential benefits of this technology in the areas of safety, performance-based function and mobility, and subjective function and satisfaction.

Ten scientific databases were searched for comparative studies on MPK use in limited community ambulators with a unilateral AKA, identifying six publications with a total of 57 subjects. Based on the criteria of a Cochrane Review on prosthetic ankle foot mechanisms, the methodological quality was rated moderate in four and low in two publications.

MPK use may significantly reduce the number of uncontrolled falls by up to 80% as well as indicators of the risk of falling. Performance-based outcome measures suggest that, with an MPK, patients may walk 14-25% faster on level ground, about 20% quicker on uneven terrain, and walk down a ramp up to 30% faster.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Orthopädie-Technik
Homepage: https://verlag-ot.de/fachzeitschrift/kurzportrait/index_ger....

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0134/0117


Informationsstand: 25.03.2015

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