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Bibliographische Angaben zur Publikation

Sozialpädagogisches Integrationsmanagement

Ein Beitrag zur beruflichen Eingliederung von Jugendlichen mit geistiger Behinderung



Autor/in:

Nowak, Elisabeth


Herausgeber/in:

Verband Sonderpädagogik e.V. (vds)


Quelle:

Zeitschrift für Heilpädagogik, 2003, 54. Jahrgang (Heft 12), Seite 488-497, München: Reinhardt, ISSN: 0513-9066


Jahr:

2003



Abstract:


Vor dem Hintergrund ethischer Betrachtung wird ein ganzeitliches Konzept zum Integrationsmanagement mit den vier relevanten Aspekten Selbstbestimmung, Individualisierung, Partizipation, Chancengleichheit und Lebensqualität zusammen mit dem begleitenden Instrument der unterstützenden Beschäftigung entwickelt.

Weiterhin werden die daraus resultierenden Anforderungen an eine sozialpädagogische Qualifizierung im Kontext einer lebensweltorientierten Sozialen Arbeit in Leitlinien zu einem Integrationsmanagement für die berufliche Eingliederung Jugendlicher mit geistiger Behinderung in ihrem gesellschaftlichen Bezugssystem definiert.

Menschen mit Behinderung haben ein Anrecht auf Anderssein. Ein soziales Eingebundensein unter Akzeptanz des Andersseins muss von beiden Seiten - vonseiten der Menschen ohne Behinderung sowie der Menschen mit Behinderung - gewollt sein und gelebt werden, um eine gesellschaftliche Eingliederung zu ermöglichen. Eine solche Integration umfasst eine möglichst weitgehende Selbstbestimmung und Entfaltungsmöglichkeiten bei der beruflichen Teilhabe. Hier allerdings stoßen Jugendliche mit geistiger Behinderung schnell auf Grenzen.

Um ihr Leben selbst zu bestimmen und Entscheidungen selbst zu treffen, brauchen Menschen mit Behinderungen gute Informationen und Unterstützung. Ebenso wichtig wie formelle Hilfen sind informelle Kontakte und Netzwerke. Es bedarf vielfältiger Perspektiven, weil Experten nur eine Perspektive unter anderen haben. Motivation, Wünsche, Stärken und Fähigkeiten einer Person sind wichtige Ausgangspunkte der Hilfe - und nicht die Behinderung.

Legt man für die berufliche Integration einen zweiseitigen Integrations- und Rehabilitationsbegriff zugrunde, dann ist die kein einmaliger und einseitiger Vorgang, sondern ein Prozess, in dem sowohl der Jugendliche mit geistiger Behinderung als auch die neue Umgebung langsam zueinander finden müssen.

Einerseits sind unter Beachtung des beschriebenen Selbstbestimmt-Leben-Paradigmas und im Sinne des Individualisierungsprinzips dem Jugendlichen mit geistiger Behinderung unter seiner Mitwirkung im ganzen Verfahren und unter Ausnutzung seiner individuellen Ressourcen eine berufliche Sozialisation sowie Anpassung an die vorhandene Umwelt zu ermöglichen. Andererseits muss die Arbeitswelt in gleichem Maße den Bedürfnissen und Möglichkeiten des Menschen mit Behinderung entsprechend modifiziert und umgestaltet werden.

Im Verständnis einer Chancengleichheit bedarf der Integrationsprozess von Jugendlichen mit geistiger Behinderung einer besonderen Begleitung und der Entwicklung innovativer Beschäftigungsmodelle. Vor dem Hintergrund ethischer Betrachtungen werden ein ganzheitliches Konzept zu einem Integrtionsmanagement mit den relevanten Aspekten, Selbstbestimmung, Partizipation, Chancengleichheit, Lebensqualität und das Instrument einer begleitenden, unterstützten Beschäftigung entwickelt.

Es wird die Notwendigkeit für eine sozialpädagogische Qualifizierung im Kontext einer lebensweltorientierten Sozialen Arbeit aufgezeigt.Daraus werden resultierend Leitlinien zu einem sozialpädagogischen Integrationsmanagement für die berufliche Eingliederung Jugendlicher mit geistiger Behinderung definiert.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Zeitschrift für Heilpädagogik
Homepage: https://www.verband-sonderpaedagogik.de/zeitschrift/index.ht...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0132/3431


Informationsstand: 27.02.2004

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