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Bibliographische Angaben zur Publikation

Exzentrischer Italiener: Der Progeo Tekna im Praxistest


Autor/in:

Neumann, Volker


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

HANDICAP, 2008, 15. Jahrgang (Heft 4), Seite 104-106, München: Belitz & Neumann


Jahr:

2008



Abstract:


Volker Neumann stellt den Tekna von Progeo vor. Der Progeo ist ein Hingucker. Er verfügt über eine ungewöhnliche Rahmenkonstruktion, die aus vielen, klug verbundenen Einzelteilen besteht. Bei einem genaueren Blick werden viele Scharniere und Schrauben sichtbar, doch andererseits lässt er sich sehr individuell einstellen. Trotzdem wiegt der Tekna nur elf Kilo. Dieses für einen Faltrollstuhl erstaunliche Gewicht wird vor allem dadurch erreicht, dass größtenteils Aluminium verwendet wird.

Zur individuellen Einstellbarkeit können zahlreiche Parameter nach Maß bestellt werden, andere können vom Fachhandel oder selbst vorgenommen werden. Doch nicht alle Lösungen scheinen bereits ausgereift. Die Neigung des vorderen Rahmens lässt sich offiziell in einem Winkel von 85 bis 100 Grad einstellen. Das dafür vorgesehene Gelenk verfügt bereits über entsprechende Bohrungen, die jedoch mitunter nicht übereinander passen.

Seitenteile aus Karbon schützen den Nutzer während der Fahrt vor Berührungen mit den Reifen. Die Seitenteile lassen sich durch eine Exzentereinheit mit wenigen Handgriffen nahezu beliebig in ihrer Position einstellen. Allerdings sind sie aus dünnem Material gefertigt, so dass man sich nicht darauf stützen kann. Bei der Fußplatte aus Kunststoff besteht bei robustem Einsatz ebenfalls Bruchgefahr.

Das Rückenteil ist gut und atmungsaktiv gepolstert, behindert den Faltmechanismus allerdings ein wenig. Der Tekna ist nämlich nicht nur wie üblich faltbar, man kann auch gleichzeitig das Rückenteil nach vorne klappen. Der Faltmechanismus des Testrollstuhls war beim Test zunächst schwergängig und mit einer Hand nicht zu schaffen.

Nach Ansicht des Testers könnte der Rahmen bei anspruchsvollem Einsatz schnell an seine Grenzen stoßen. Auch die Zubehörliste deute darauf hin, dass der Tekna nicht für hyperaktive Nutzer gedacht ist. Durch den geringen Radstand ist er sehr wendig, was aber zum Nachteil hat, dass der Rollstuhl nach vorne kippen kann, wenn sich der Nutzer zu weit nach vorne beugt.

Der Autor fasst abschließend zusammen, dass der Tekna ein extravaganter Faltrollstuhl ist, der allein durch sein Äußeres auf sich aufmerksam macht. Zwar wird er seiner Gattung der Aktivrollstühle durchaus gerecht, ist aber für sportliche Nutzer nicht unbedingt geeignet. Positiv seien die vielfältigen Einstellmöglichkeiten und das niedrige Gewicht. Der Tekna liegt mit einem Grundpreis von 2.800 Euro im üblichen Bereich.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Rollstuhlmodell Tekna | REHADAT-Hilfsmittel




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


HANDICAP - Das Magazin für Lebensqualität für Menschen mit Behinderungen und ihre Freunde
Homepage: http://www.handicap.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0130/6995


Informationsstand: 20.03.2009

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