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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die Spaßmobile: Scootertest


Autor/in:

Krümmel, Jens; Neumann, Volker


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

HANDICAP, 2008, 15. Jahrgang (Heft 1), Seite 86-93, München: Belitz & Neumann


Jahr:

2008



Abstract:


Die Autoren Jens Krümmel und Volker Neumann haben sieben verschiedene Scooter gestestet. Mittlerweile gibt es zahlreiche verschiedene Angebote an Scootern aus dem In- und Ausland. Allerdings wurde in dem Test davon abgesehen, die sieben Scooter miteinander zu vergleichen, weil sie in der Funktion und ihren Vorteilen stark voneinander abweichen. Im Folgenden haben die Autoren zudem zahlreiche allgemeine Informationen zusammengetragen.

Akkus sollten stets an das Ladegerät angeschlossen sein, wenn der Scooter nicht gefahren wird, denn dies verhindert ein schnelles Altern der Akkus. Die Scooter sind für jedes Wetter geeignet und selbst bei Regen ist ihr Einsatz sicher. Trotzdem sollte der Scooter immer überdacht oder abgedeckt stehen, damit die Polster nicht nass werden. Etwas problematisch ist das Transportieren der Scooter, denn sie lassen sich nur über Rampen im Heck von Kleinbussen transportieren. Besonders wichtig ist dabei auch die sichere Befestigung der schweren Fahrzeuge. Es ist nicht eindeutig geklärt, ob man mit einem Scooter öffentliche Verkehrsmittel benutzen kann. Zwar spricht im Prinzip nichts dagegen, allerdings wird die Mitnahme immer wieder verweigert.

Scooter sind generell nur für Personen geeignet, die noch gehen und alleine aufrecht sitzen können. Außerdem sind sie aufgrund ihrer Maße und Wendigkeit nur sehr bedingt in Räumen einsetzbar. Die Vorteile gegenüber einem Elektro-Rollstuhl liegen vor allem im Preis, da diese teilweise doppelt so teuer sind. Die Lenkung mit einem Lenkrad oder einer Lenkstange fällt zudem vielen Menschen leichter als mit einem Joystick.

Inzwischen sind Scooter fast überall zu kaufen, zu teilweise enorm variierenden Preisen. Da in den meisten Fällen der niedrige Preis mit einer minderen Qualität einhergeht, ist beim Kauf Vorsicht geboten. Bei Billig-Angeboten fehlt in der Regel beispielsweise jegliche Serviceunterstützung.

Über die Reichweite der Scooter lässt sich keine verlässliche Angabe machen, da diese unter anderem von Fahrergewicht, Steigung und Fahrstil abhängt. Die modernen Akkus sind jedoch sehr leistungsfähig, so dass man bei Schrittgeschwindigkeit auf geradem Untergrund mehr als acht Stunden fahren kann. Die getesteten Scooter verfügen fast alle über Rückspiegel. Allerdings sind diese so angebracht, dass sie seitlich nicht über den Lenker hinausragen. Optimal wären Spiegel, die etwas weiter seitlich angebracht sind. Scooter sind für den Außenbereich konzipiert. Bereits beim Kauf sollte deswegen darauf geachtet werden, dass die Karosserie möglichst pflegeleicht ist und sich der Scooter leicht reinigen lässt. Hierbei sollte kein Wasser an den Lenker und auf den Sitz kommen.

Um Sicherheit zu gewähren ist darauf zu achten, dass der Scooter über gute Bremsen verfügt. Die Motorbremse wird automatisch beim Loslassen des Gashebels aktiviert. Scooter, die nicht schneller als 6 km/h fahren, sollten zudem über eine Bremse verfügen, die auf die Vorderräder wirkt, da diese im Notfall den Bremsweg erheblich verkürzt. Unerlässlich ist auch eine gute Beleuchtung, denn auch bei schlechten Wetterverhältnissen muss der Scooter gut zu sehen sein.

Scooter bewegen sich noch immer in einer rechtlichen Grauzone. Rechtlich gesehen unterscheidet man zwischen Fahrzeugen bis 15 km/h und Fahrzeugen bis 6 km/h wobei Letztere faktisch den Fußgängern gleichgestellt sind. Für keines der Modelle benötigt man einen Führerschein, allerdings muss man zum Führen eines Fahrzeugs, das schneller ist als 6 km/h, mindestens 15 Jahre alt sein. Während Scooter bis 6 km/h in der Haftpflichtversicherung mit versichert sind, müssen Scooter bis 15 km/h mit einem Mofakennzeichen versichert sein. Für diese benötigt man zudem eine Betriebserlaubnis.

Scooter werden nur in wenigen Ausnahmefällen von der Krankenkasse bezahlt, denn sie werden nicht einmal als Hilfsmittel gesehen. Allerdings sind sie kostengünstiger und stellen oftmals die bessere Versorgung dar. In einem solchen Fall sollte man mit Hilfe einer medizinischen Begründung und eines freundlichen Anschreibens die Krankenkasse davon überzeugen, dass ein Scooter besser und günstiger wäre.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Elektromobile und Scooter | REHADAT-Hilfsmittel




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


HANDICAP - Das Magazin für Lebensqualität für Menschen mit Behinderungen und ihre Freunde
Homepage: http://www.handicap.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0130/6648


Informationsstand: 20.05.2008

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