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Bibliographische Angaben zur Publikation

Arbeitstraining: Falscher Inhalt, falscher Begriff


Autor/in:

Anders, Dietrich


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG WfbM)


Quelle:

Berichte Informationen Meinungen, 1994, 10. Jahrgang (Heft 3), Seite 5-6, Frankfurt am Main: Eigenverlag


Jahr:

1994



Abstract:


Arbeitstraining entspricht einem falschen Aus- und Fortbildungskonzept für schwerbehinderte Menschen, die den Weg einer beruflichen Bildung im Erwerbsleben nicht gehen können und deshalb auf die Werkstätten angewiesen sind.

Für viele Werkstattfachleute erscheint für den Personenkreis der Geistig- und Mehrfachbehinderten eine an der Arbeits- und Berufswelt orientierte Ausbildung wesentlich sinnvoller. Die behinderten Beschäftigten können nicht in einem Ein-Jahres-Lehrgang beruflich ausgebildet werden. Die Fachkräfte im Gruppendienst können in dieser Zeit niemanden qualifizieren, der entweder im Arbeitsbereich einer Werkstatt, in einer Übergangsfirma oder sogar im Erwerbsleben fachlich, handwerklich, leistungsorientiert bestehen soll.

Nach Anders wäre es wünschenswert, wenn das Lernwegemodell aus Detmold mit dem Konzept von Prof. Dr. Grampp zusammengeführt und als ein Berufsbildungsbereich in Werkstätten konzipiert werden könnte.

Das Konzept Berufsbildungsbereich:
1) Grundlage ist ein Rahmenförderplan, der in seiner ersten Stufe im ersten Jahr herauszufinden hilft, auf welchen Fähigkeiten, Kenntnissen und Fertigkeiten die berufliche Bildung aufbauen kann.
2) Die nächste Stufe im zweiten Jahr ist die Erarbeitung eines individuellen Förderplanes, der die drei wesentlichen Förderbereiche umfassen muss: berufs- und berufsbildungsbezogene allgemein bildende Förderung, persönlichkeitsbildende und lebenspraktische Förderung, berufsfachliche Förderung.
3) In der abschließenden Stufe im dritten Jahr werden die erworbenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse vertieft, erweitert und auf den Abschluss einer werkstattbezogenen Tätigkeit oder den Übergang ins Erwerbsleben hin orientiert.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG WfbM)
Homepage: https://www.bagwfbm.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0117/894


Informationsstand: 08.08.1994

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