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Bibliographische Angaben zur Publikation

Risiken erkennen - Chancen eröffnen

Risikomanagementsysteme in Werkstätten



Autor/in:

Steinmetz, Walter; Son, Hans Joachim van


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG WfbM)


Quelle:

Werkstatt:Dialog, 2009, 25. Jahrgang (Heft 4), Seite 34-35, Frankfurt am Main: Eigenverlag, ISSN: 1864-2993


Jahr:

2009



Abstract:


Die Autoren informieren über das Risikomanagementsystem in der WFB Fertigung & Service - Werkstätten für behinderte Menschen Mainz gGmbH, mit dem die Grundlage dafür geschaffen wurde, im Geschäftsalltag auf sozialpolitische und wirtschaftliche Entwicklungen angemessen reagieren zu können.

Seit 1964 bietet die WFB Fertigung und Service Werkstätten für behinderte Menschen Mainz gGmbH Menschen mit Behinderung eine angemessene berufliche Bildung und Beschäftigung an. Im Jahr 2000/2001 wurde schließlich ein eigenes Risikomanagementsystem eingeführt, bei dessen Planung die Fragen im Vordergrund standen, ob in dem System alle für das Unternehmen risikobehafteten Themenbereiche hinreichend erfasst sind und wie sich die einzelnen Risikofelder weiterentwickeln.

Werkstätten müssen einerseits sozialpolitische Entwicklungen berücksichtigen, andererseits müssen sie aber auch wirtschaftliche Aspekte in Erwägung ziehen, die den gesamten Dienstleistungs- und Produktionsbereich berühren. Außerdem befinden sich Werkstätten immer auch in einer Konkurrenzsituation zu anderen Werkstätten. Das Modell der WFB Fertigung und Service Mainz enthält eine systematische und laufende Risikoanalyse des Unternehmens und der Geschäftsabläufe.

Mit dem Ziel, eine betriebswirtschaftlich optimale Sicherheit für das gesamte Unternehmen zu schaffen, werden in den Arbeitsschritten Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikohandhabung und Risikokontrolle Gefahrenpotenziale erkannt und eingedämmt. Als Leitfaden dient ein eigens erstelltes Handbuch, das alle zugrunde liegenden Prinzipien beschreibt. Für die praktische Umsetzung werden halbjährlich aktualisierte Fragenkataloge eingesetzt.

Durch Einschätzung werden aktuelle Risiken und deren mögliche Auswirkungen durch die jeweiligen Bereichsverantwortlichen identifiziert und festgehalten. Allerdings ist die Auswertung der relevanten Informationen und die Festlegung entsprechender Maßnahmen stets Aufgabe der Geschäftsleitung. So lässt sich feststellen, in welchen Unternehmensbereichen sich Veränderungen ergeben und wo Risiken erkennbar sind.

Unternehmensintern ermöglicht das System zudem eine gebündelte Betrachtung aller Risikofelder und ihrer jeweiligen Wechselwirkungen. Das Risikomanagement basiert auf einer Auswertung von Informationen aus unterschiedlichen Bereichen. Daher sind für die praktische Umsetzung aktuelle und präzise Daten unerlässlich. Die Softwarelösung KENZIO sorgt im Risikomanagementsystem der WFB Fertigung und Service Mainz für eine solide Datengrundlage.

Sie hilft dabei, die entscheidenden Informationen aus den unterschiedlichen Unternehmensbereichen zu bündeln und die Kennzahlen und Richtwerte für die Risikobeurteilung zu erstellen. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass sich das Risikomanagementsystem in der WFB Fertigung und Service Mainz ausgezahlt hat. Anhand der Ergebnisse wurde beispielsweise die Kundenstreuung erhöht. Das Risikomanagement hilft also, Probleme innerhalb des Unternehmens zu identifizieren, neue Marktangebote zu erkennen und aus einer Krisensituation gestärkt hervorzugehen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Adresse: WFB Fertigung & Service - / Werkstätten für behinderte Menschen Mainz gGmbH




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Werkstatt:Dialog
Homepage: https://www.bagwfbm.de/wdg

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0117/7252


Informationsstand: 28.10.2009

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