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Bibliographische Angaben zur Publikation

Leistungsfähigkeit der Werkstätten: Qualitätsindikatoren für Teilhabe- und Eingliederungsleistung


Autor/in:

Weber, Harald


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG WfbM)


Quelle:

Werkstatt:Dialog, 2012, 28. Jahrgang (Heft 5), Seite 9-11, Frankfurt am Main: Eigenverlag, ISSN: 1864-2993


Jahr:

2012



Abstract:


Wie kann man die Teilhabe- und Eingliederungsleistung einer Werkstatt für behinderte Menschen beurteilen?

Dieser Problemstellung hat sich ein im Januar 2012 erfolg­reich abgeschlossenes Forschungs­projekt gewidmet. Darin wurden Instrumente und Vorgehensweisen entwickelt, um Aussagen über die Leistungsfähigkeit der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) in Bezug auf die berufliche Teilhabe und Eingliederung von Menschen mit Behinderungen zu treffen. Die Ergeb­nisse dieses gemeinsamen Projektes von WfbM sowie Trägern der Sozialhilfe unter Leitung des Instituts für Technologie und Arbeit (ITA) werden nun der Öffentlichkeit zur Nutzung vorgestellt.

Werkstätten für behinderte Menschen bieten seit Jahrzehnten berufliche Teilhabe- und Einglie­de­rungsmöglichkeiten für diejenigen Menschen mit Behinderungen, die wegen der Art oder Schwere ihrer Behinderung keine betriebliche Berufsausbildung und keine übliche Erwerbsarbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bekommen. Derzeit arbeiten mehr als 290.000 Menschen mit Behin­derungen in bundesweit mehr als 700 WfbM. Der kontinuierliche Anstieg der Fallzahlen in WfbM führt jedoch auch zu einem kontinuierlichen Ausgabenanstieg in der Sozialhilfe, aus der die über­wiegende Finanzierung dieser Werkstattplätze stammt. Sozialhilfeträger haben daher ein Interesse an der Dämpfung dieser Ausgabensteigerungen. Es stellt sich vermehrt die Frage nach der Bemessung der Teilhabe- und Eingliederungsleistung einer WfbM, um eine Grundlage für die Abschätzung des Preis-/Leistungs- bzw. Kosten-/Nutzenverhältnisses zu erhalten.

In der Praxis zeigt sich jedoch, dass es bislang keine Definitionen geeigneter Leistungs- oder gar Qualitätsindikatoren gibt oder dass die Relevanz einzelner Indikatoren seitens der Träger der Sozialhilfe und der Werkstätten unterschiedlich beurteilt wird.

Daher hat das Forschungsprojekt eine kooperative Vorgehensweise gewählt, in der Träger der Sozialhilfe gemeinsam mit Werkstätten Leistungs- und Qualitätsindikatoren entwickeln und abstimmen. In insgesamt vier Projektsitzungen (in Mainz, Karlsruhe, Köln und Hamburg) erarbeiteten die Teilnehmer Qualitätsziele, Indikatoren und dazu passende Vorgehensmodelle zur Erstellung eines WfbM-spezifischen Indikatorensatzes. Auch Werkstätten und Leistungsträger, die nicht am Projekt teilgenommen hatten, konnten Zwischenergebnisse sichten und wertvolle Rückmeldungen liefern.

Im Ergebnis liegen nun Instrumente und Vorgehensalternativen vor, die es sowohl WfbM als auch Sozialhilfeträgern ermöglichen, in einem kooperativen Prozess mit der jeweils anderen Seite geeignete Indikatoren zur Beurteilung der Teilhabe- und Eingliederungsleistung zu identifizieren, zu vereinbaren und zu verwenden. Informationen dazu sind unter www.ita-kl.de/indikatoren verfügbar.

Das Projekt startete August 2010 und dauerte bis Januar 2012. Am Projekt nahmen 26 Werkstätten aus sieben Bundesländern teil, ebenso wie örtliche und überörtliche Träger der Sozialhilfe aus vier Bundesländern. Darüber hinaus wurde das Projekt durch den Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (DV) sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Men­schen (BAG:WfbM) und die Landes­arbeits­gemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Baden-Württemberg begleitet. Die Projektleitung lag beim Institut für Technologie und Arbeit (ITA), Kaiserslautern.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Projekt Entwicklung von Indikatoren zur Beurteilung der Teilhabe- und Eingliederungsleistung von WfbM




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Werkstatt:Dialog
Homepage: https://www.bagwfbm.de/wdg

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0117/0069


Informationsstand: 10.12.2012

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