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Bibliographische Angaben zur Publikation

Sind COPD-Patienten nach pneumologischer Rehabilitation aktiver?


Autor/in:

Heinzelmann, Inga; Glöckel, Rainer; Kenn, Klaus


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Prävention und Rehabilitation, 2011, 23. Jahrgang (Heft 4), Seite 168-173, München-Deisenhofen: Dustri, ISSN: 0937-552X


Jahr:

2011



Abstract:


Sowohl die körperliche Leistungsfähigkeit als auch die tägliche Aktivität sind bei COPD-Patienten reduziert. Im Verlauf der Erkrankung bedeutet dies für den Patienten meist eine verminderte Teilhabe am aktiven Leben, die einen negativen Einfluss auf die Lebensqualität mit sich bringt.

Im Rahmen pneumologischer Rehabilitation wird die Voraussetzung zu mehr Aktivität im Alltag des Patienten geschaffen, um die Lebensqualität jedes einzelnen zu verbessern. Durch Training der körperlichen Leistungsfähigkeit und durch psychische Unterstützung werden zwei zentrale Einflussfaktoren der Alltagsaktivität durch Rehabilitation optimiert. Doch Rehabilitation allein bringt nicht automatisch den gewünschten Effekt der Aktivitätssteigerung.

Eine Untersuchung hat zum Beispiel gezeigt, dass sich nach Rehabilitation zwar die Leistungsfähigkeit und psychische Komponenten in relevantem Ausmaß verbesserten, die körperliche Aktivität jedoch zunächst unverändert blieb und erst später, zeitversetzt signifikant anstieg. Um also tatsächlich mehr Bewegung im Alltag zu erreichen, muss beim Patienten eine durchgreifende Verhaltensänderung stattfinden, die es ermöglicht, die neu gewonnenen Fähigkeiten bewusst wahrzunehmen und im Alltag auch zu nutzen und einzusetzen.

Durch Messung verschiedener Bewegungsparameter über mehrere Tage mithilfe von Aktivitätsmessgeräten kann zunächst eine Einschätzung des individuellen Aktivitätsprofils erfolgen. Anhand dessen lassen sich die Tage detektieren, an denen der Patient überdurchschnittlich aktiv gewesen ist, die dann mittels positiver Verstärkung zur Motivation genutzt werden können.

Dieses 'Activity monitoring' kann somit als Grundlage zur Bewegungsmotivation dienen und den Weg zu einem aktiveren Lebensstil einleiten und unterstützen. Jedem Patienten sollte in der Rehabilitation die herausragende Bedeutung täglicher Aktivität bewusst gemacht und als 'take home message' mit auf den Weg gegeben werden, um möglichst langfristig die Mobilität und damit die Lebensqualität zu erhalten.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Are COPD-patients more active after pulmonary rehabilitation?


Abstract:


In patients with chronic obstructive pulmonary disease (COPD), exercise capacity and daily physical activity are significantly reduced. Both parameters decrease accordingly with an advanced severity of disease and thus lead to impaired quality of life. Furthermore, patients often lose the ability to participate in social life and in activities of daily living.

In addition to the exercise capacity level, psychological factors like mood or motivation may negatively influence the amount of daily physical activity. Therefore, one of the main aims of pulmonary rehabilitation is to recreate exercise capacity by strength and endurance training and to offer psychological support. Both can be regarded as requirements for patients to increase their physical activities in daily life.

Several studies showed a positive correlation between exercise capacity and the amount of daily activity. Both parameters seem to have different cycles for change. Exercise capacity increased during pulmonary rehabilitation whereas a higher level of physical activity was observed only after a time lapse. It can be concluded that patients do not increase their amount of physical activity per se because of an increased exercise capacity.

In addition, a behavioral change is necessary. Activity monitors may be suitable to reflect the activity level in patients' everyday life. These devices can be used to point days with higher physical activity level and to encourage patients towards a more active lifestyle. During rehabilitation, every patient should learn about the importance of physical activity in daily life to obtain mobility and thereby quality of life.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Prävention und Rehabilitation
Homepage: https://www.dustri.com/nc/de/deutschsprachige-zeitschriften/...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0115/9017


Informationsstand: 11.05.2012

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