Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Erkennen von Behandlungszielen - Erarbeiten von Core Sets für Asthma und Neurodermitis nach dem ICF Modell


Autor/in:

Berghem, Stefan


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Prävention und Rehabilitation, 2009, 21. Jahrgang (Heft 1), Seite 22, München-Deisenhofen: Dustri, ISSN: 0937-552X


Jahr:

2009



Abstract:


Für die erfolgreiche Rehabilitation von Patienten mit chronischen Erkrankungen ist das Erkennen der Behandlungsziele von immenser Bedeutung. Will man die Lebensqualität verbessern, muss man zuerst erkennen und definieren, was diese bisher eingeschränkt hat.

In den letzten Jahren hat sich die Einführung der ICIDH (International Classification of Impairments, Disabilities and Handicaps), gefolgt von der ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health), durch die WHO die Sichtweise chronischer Erkrankungen von der reinen Betrachtung der Erkrankung zur Beachtung des Erkrankten gewandelt. Die Grundlage ist ein biopsychosoziales Krankheitsmodell, das mehr als bisher die Bedeutung der Krankheit für den Betroffenen und die Einflussfaktoren berücksichtigt.

Die ICF unterscheidet einerseits zwischen einer Beeinträchtigung von Körperfunktionen beziehungsweise Körperstrukturen und Kontextfaktoren (Einflussfaktoren, die die Krankheit im positiven oder negativen Sinne beeinflussen), andererseits werden Beeinträchtigungen der Teilhabe am normalen gesellschaftlichen Leben mit all seinen Facetten betrachtet.

Mit diesen Aspekten kann man die komplexe Situation, in der sich ein Patient befindet, relativ gut abbilden und daraus Therapieziele ableiten (die Verbesserung der Lungenfunktionswerte ist für den Patienten ohne Bedeutung, die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und die Möglichkeit, einen Sport auszuüben, verbessert aber die Lebensqualität wesentlich).

Mit dem Werkzeug ICF ist eine Verständigung aller beteiligten Berufsgruppen möglich. Will man die ICF zur Definition von Therapiezielen einsetzen, kann man für eine bessere Übersichtlichkeit die sehr große Zahl der möglichen ICF Items durch Checklisten, so genannte Core Sets reduzieren. Diese Instrumente sind in der Erwachsenenrehabilitation bereits für viele Krankheitsbilder etabliert.

In der Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen wird dies erst jetzt durch die Übersetzung der (seit 2007 in englischer Sprache vorliegenden) ICF-CY (CY steht für Childhood and Youth) möglich. Diese Übersetzung ist weitestgehend abgeschlossen, mit der Veröffentlichung ist in der ersten Jahreshälfte 2009 zu rechnen.

In dem Workshop sollen mit den Teilnehmern Checklisten erarbeitet werden, die die häufigsten Aspekte/ Einflussfaktoren und Therapieziele für Kinder und Jugendliche mit Asthma und Neurodermitis umfasst.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Prävention und Rehabilitation
Homepage: https://www.dustri.com/nc/de/deutschsprachige-zeitschriften/...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0115/7014


Informationsstand: 17.03.2009

in Literatur blättern