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Bibliographische Angaben zur Publikation

Critical incidents und sozialmedizinische Weichenstellung in der stationären psychosomatischen Rehabilitation


Autor/in:

Linden, Michael


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Prävention und Rehabilitation, 2013, 25. Jahrgang (Heft 2), Seite 62-70, München-Deisenhofen: Dustri, ISSN: 0937-552X


Jahr:

2013



Abstract:


Psychischen Krankheiten kommt in der medizinischen Rehabilitation eine besondere Bedeutung zu, da sie häufig sind, regelhaft zu Teilhabestörungen führen und in vielen Fällen einen Langzeitverlauf nehmen. Die Frage ist, wann bei einem langfristigen Krankheitsverlauf der richtige Zeitpunkt ist, um eine stationäre Reha-Maßnahme einzuleiten. Hierbei spielen kritische Verlaufszeitpunkte (Critical Incidents, CI) eine wichtige Rolle.

Beispiele für sozialmedizinische CI sind eine Arbeitsunfähigkeit oder drohende Erwerbsunfähigkeit, für Verlaufs-CI eine stagnierende Krankheitsentwicklung, Therapie-Non-Response, Trendänderung im Krankheitsverlauf oder die Entwicklung von Komorbidität und für biografische-CI Fehlentwicklungen nach akuten Lebenskrisen, strukturell negative Lebensbelastung oder therapiebehindernde Lebenssituationen.

In psychosomatischen Reha-Kliniken ist zu klären, welche Krankheit mit welchem Status und Verlauf vorliegt, ob es noch Therapieoptionen gibt, welche Fähigkeitsbeeinträchtigungen vorliegen und welche Teilhabestörungen sich daraus ergeben, ob dies durch ein Training oder Kontextänderungen zu kompensieren ist, wie die Prognose zu beurteilen ist und ob durch salutotherapeutische Behandlungsansätze die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu bessern ist.

Die sozialmedizinische Beurteilung eines Patienten ist kein singulärer Akt, sondern beginnt bereits vor der Antragstellung, erfordert ein schrittweises Vorgehen während der stationären Maßnahme und mündet in der ambulanten Weiterbehandlung, gegebenenfalls LTA-Maßnahmen und einer Wiederaufnahme der Berufstätigkeit oder Berentung.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Critical incidents and settings of course in inpatients psychosomatic rehabilitation


Abstract:


Mental disorders are of special importance in medical rehabilitation as they are frequent, often chronic and in many cases leading to disability. The question is, when special rehabilitative efforts are needed. This follows the paradigm of 'critical incidents'(Ci). Sociomedical CI are sick leave or work disability. Illness related to Ci are non-response, a negative turn in the illness course, or development of comorbidity. Biographical CI are a negative development after burdensome acute or structural live events, or living conditions which hinder treatment.

In psychosomatic rehabilitation hospitals it must be clarified whether the present problem is an illness at all and of what kind, whether treatment options are still available, what impairment is given and whether this can be improved by training or changes of context, how this prognosis will be and whether quality of live can be improved. Sociomedical assessment is a stepwise process which must be embedded in long-term ambulatory treatment.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Prävention und Rehabilitation
Homepage: https://www.dustri.com/nc/de/deutschsprachige-zeitschriften/...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0115/0021


Informationsstand: 12.07.2013

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